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Christkatholisches Haus- u. Familienbuch in Wort u. Bild
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535
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Am Feierabende des 17. August.

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alle Brautleute lernen, wie man die standesmäßigeKeuschheit im Leben stets treu bewahren soll! Denn derheilige Rochus wird wegen seines reinen und frommenLebenswandels als einer der berühmtesten Heiligen des14. Jahrhunderts, besonders in Frankreich und Italienangesehen. Er wurde zu Montpellier aus einer adeligenFamilie geboren. Als er Andachts halber nach Romreiste, boten ihm die Pestverheeruugen, von denen Ita-lien heimgesucht wurde, vielfache Gelegenheit dar, seineNächstenliebe au den Pestkranken auszuüben. Als eraber selbst zu Piacenza erkrankte und von Jedermannverlassen war, so schleppte er sich mühsam in einennahen Wald, wo er besonders an seinem Fuße unglaub-liche Schmerzen litt, bis ihm Gott ohne menschlichenBeistand die Gesundheit wieder gab. Nach seiner Rück-kehr lebte er in Frankreich in strenger Bußübuug undwidmete sich allen Werken der Nächstenliebe. Die letztenJahre seines Lebens brachte er in Montpellier zu, woer um das Jahr 1327 selig im Herrn entschlief.

Gebet. Stärke uns, o Gott! durch deine gött-liche Gnade, auf daß wir nach dem Beispiele des hei-ligen Rochus ein keusches und reines Leben führenund durch Geduld und Werke der christlichen Nächstenliebeuns Verdienste für den Himmel sammeln durchChristum unfern Herrn. Amen.

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Am Feierabende des 17. August.

Von den Pflichten der Eheleute.

Fr. Welche Pflichten haben die Eheleute gegeneinander?

Antw. Folgende: 1) Sie sollen in Eintracht,Liebe und ehlicher Treue miteinander leben, bis sie derTod scheidet: 2) sich gegenseitig durch gottseligen Wandelerbauen, 3) der Mann soll das Weib nähren undpflegen; das Weib soll dem Manne in Allem, was rechtund ehrbar ist, gehorsamen.

Belehrung. Die Eheleute sollen 1) die gegen-seitige Liebe Christi und der Kirche zu ihremVorbilde nehmen und miteinander in Eintracht undehlicher Treue leben, bis der Tod sie scheidet. Der Mannsoll das Weib lieben, wie Christus seine Kirche, in voll-kommener, unauflöslicher und schirmender Liebe, und dasWeib soll den Mann lieben, wie die Kirche Christum, invollkommener, unauflöslicher und dienender Liebe. 2) DieEheleute sollen sich gegenseitig durch gottseligenWandel erbauen.Ehrbar sei die Ehe in Allem,"schreibt der Apostel (Hebr. 13, 4.);denn die Unzüchtigenund Ehebrecher wird Gott richten." Sie sollen miteinanderbeten und mit einander arbeiten. Mann und Weib sollensein, wie zwei Augen Eines Menschen; sie sollen miteinanderum sich und miteinander über sich, nämlich gegen Himmelschauen, und wenn das eine verletzt wird, soll das andereweinen. 3) Der Mann soll seinem Weibe mitSanftmuth begegnen, sie nähren und pflegen.Männer!" schreibt der heilige Paulus (Ephes. 5, 24 sf.),liebet euere Weiber, wie auch Christus die Kirche geliebtund sich selbst für sie hingegeben hat . . . Niemand hat jesein eigenes Fleisch gehaßt, sondern er nährt und pflegtes, wie auch Christus die Kirche." Und der heilige Am-brosius ruft den Ehemännern zu:Du bist nicht Herr,sondern Gatte; nicht eine Dicnstmagd hast du bekommen,sondern eine Gattin. Gott wollte, daß du das schwächereGeschlecht verständig leiten, nicht aber ihm deine Ucbermachtfühlen lasten sollst." Das Weib soll dem Mannein Allem, was recht und ehrbar ist, gehorsamenund das Hauswesen gewissenhaft besorgen.So-wie die Kirche Christo unterworfen ist," sagt wiederum derheilige Paulus,ebenso seien es auch die Weiber ihren