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Christkatholisches Haus- u. Familienbuch in Wort u. Bild
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Am Feierabende

und eigentlich Eines von den sieben Sakramenten des evan-gelischen Gesetzes, eingesetzt von Christus, sondern von denMenschen in der Kirche erfunden, und ertheile keine Gnade,der sei im Banne!" Das; sie aber wirklich von Gott,von Christus eingesetzt sei und besondere Gnaden ertheile,werden wir aus dem Folgenden ersehen.

Fr. Hat Gott selbst die Che eingesetzt?

Antw. Ja, Gott selbst hat die Ehe schon imParadiese eingesetzt (sieh das obige Bild!), und Christushat sie zur Würde eines Sakramentes erhoben.

Belehrung. Gott selbst hat die Ehe eingesetzt, alser dem Adam im Paradiese die Eva zum Weibe gab, damitsie beide gottselig und in treuer, unauflöslicherLiebe zusammen leben sollten. Nachdem Gott den Adamin's Paradies gesetzt hatte, auf das; er es bebaue und be-wahre, sprach er:Es ist nicht gut für den Menschen, daßer allein sei; lasset uns ihm eine Gehilfin machen, die ihmgleich sei." Darum sandte Gott einen tiefen Schlaf aufAdam, nahm eine von den Nippen Adams, füllte Fleisch anihre Stelle, und Gott der Herr baute aus der Rippe, dieer von Adam genommen, ein Weib und führte sie zu Adam.Das ist die erste Ehe; das ist die Einsetzung derselben durch

des Ist. August.

Gott den Herrn selbst. Wir sehen hieraus, daß die Ehenur zwischen Einem Mann und Einem Weibe stattsindensoll (Einheit der Ehe), und daß sie unzertrennlichmit einander leben sollen (Unauflösbarkeit der Ehe);dennder Mensch wird Vater und Mutter verlassen, umseinem Weibe anzuhangen, und sie werden beide nur einund dasselbe Fleisch sein," sprach Adam, under sprachdicß," wie der heilige Kirchcnrath von Trient ausdrücklich be-merkt,aus Antrieb des heiligen Geistes, umauf die Einheit und Unauflösbarkeit der Ehe hinzudeuten."Allein die Ehe verblieb nicht allzeit bei dieser ihrer ursprüng-lichen Einrichtung; denn nachdem durch die Sünde die ganzeMenschheit von Gott abgefalleu war, so wurde auch dereheliche Bund nicht mehr so heilig gehalten, bis der Heilandkam, und die Ehe nicht nur nicht wieder herstcllte, wieGott sic eingesetzt hatte, sondern auch zur Würde einesSakramentes erhob, indem er verordnte, daß die Ehezwischen Einem Manne und Einem Weibe, und zwar biszum Tode des einen von beiden bestehen solle, und stelltedeßhalb den Eheleuten seine geistige Verbindung mit derKirche als Vorbild auf. (Ephes. 5.) Wir weisen diesesnach durch folgende

Biblische Erzählung. Einst stellten die Pharisäeran den göttlichen Heiland die Frage:Ist es einem Manneerlaubt, sein Weib zu entlassen?" Er aber antwortete undsprach zu ihnen:Was hat euch Moses geboten?" Siesprachen:Moses hat erlaubt, einen Scheidebrief zu schrei-ben und (das Weib) zu entlassen." Jesus antwortete ihnenund sprach:Wegen der Härte eueres Herzens hat er euchdieses Gebot geschrieben. Vom Anfänge der Schöpfung aberhat Gott Mann und Weib erschaffen. Darum wird derManu seinen Vater und seine Mutter verlassen und demWeibe anhangcn. Und cs werden Zwei in Einem Fleischesei». Sie sind also nicht mehr Zwei, sondern Ein Fleisch.Was nun Gott verbunden hat, das soll derMensch nicht trennen." Und zu Hause fragten ihnseine Jünger abermals darüber. Und er sprach zu ihnen:Wer immer sein Weib entläßt und eine Andere nimmt,der begeht an ihr einen Ehebruch. Und wenn ein Weibihren Mann entläßt und einen Andern heirathct, so brichtsic die Ehe." (Mark. 10, 2 12.)

Fr. Was folgt hieraus?

Antw. Hieraus folgt klar uud deutlich, daß Chri-stus die Ehe in ihrer ursprünglichen Einheit uudUnauflösbarkeit wieder hergestellt hat.

Belehrung. Sonach kann eine gültig geschlosseneEhe niemals aufgelöst werden.Die Eheleute," sagtLaktantius,werden mit einander so vereinigt, daß, wer

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