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Christkatholisches Haus- u. Familienbuch in Wort u. Bild
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Am Feierabende des 10. August.

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heiligen Laurentius, der ihn unterrichtete und imGefängnisse taufte. Als er hierauf seine Umänderungerklärte, wurde er verhaftet und am Vorabende des Mar-tyrertodes des heiligen Laurentius enthauptet. Soempfing er die Krone vor seinem Führer und Lehrer.Man begrub ihn an dem Wege nach Tibur; nachheraber wurden seine Gebeine nach Lucca gebracht, wo sieunter dem Hochaltäre der Kirche seines Namens aufbe-wahrt werden.

Gebet. Wir bitten dich, o Herr! laß uns aufdie Fürbitte des heiligen Romanus die erhabene Würdeund Macht des priesterlichen Standes erkennen und dem-selben stets jene Hochachtung und Verehrung erweisen,die ihm gebührt — durch Christum, unfern Herrn. Amen.

Zw eihund ertzw eiundzw anzigstes Lesestütk.

Am Feierabende des 10. August.

Von der dem Priesterstande gebührenden Achtung.

Fr. Was sind wir dem Priester seiner erhabenenWürde wegen schuldig?

Antw. Ehrfurcht und Vertrauen.

Belehrung. Wir sollen 1) dem Priester als demStellvertreter Gottes und dem Ausspendcr seiner Geheimnisseschuldige Achtung und Ehrfurcht erweisen. „Ehre,wem Ehre gebührt!" sagt der Apostel (Rom. 13, 7.) Es

gebührt aber die Ehre einem Menschen vor dem andern ausverschiedenen Gründen: entweder wegen der Würdigkeitund Hoheit, zu welcher er erhoben worden ist; also istman einem Fürsten oder König wohl größere Ehre schuldig,als einem gemeinen, wenn auch reichen Herrn; — oderwegen der Vortrefflichkeit des Amtes, das ihm auf-getragen worden ist; also ist wohl der höchste Richter einemDiener oder Schreiber vorzuziehen; — oder wegen derPerson, deren Stelle er vertritt; also gebührt demAbgesandten oder Stellvertreter des Königs fast ebendieselbeEhre, die man dem Könige selber schuldig ist, wenn jenerauch von geringem Herkommen wäre. Und aus all' diesenUrsachen gebührt den Priestern die größte Ehre und Ehr-furcht.— „Die Priester," sagt der heilige Chrysostomus,„gehören Gott auf eine ganz besondere Weise an, da siedessen bevollmächtigten Geschäftsträger sind." Würde es einenKönig nicht tief verletzen, wenn man seinen Gesandten be-leidigen würde? Um wievielmehr wird Gott der Herr eSübel nehmen, wenn man seine Diener und Abgeordneten,die Priester, beschimpft, kränkt, verunehrt? „Wer euch ver-achtet," spricht Er deßhalb, „der verachtet mich," und wie-derum: „Wer meine Priester berührt, der berühret meinen

Augapfel." 2) Sollen wir den Priestern auch ein großesVertrauen schenken; denn sie sind unsere geistlichen Väter,unsere Führer auf dem Wege zu Gott und unsere Fürbitter;sie sind die Gesandten Jesu Christi an uns, um uns durchdie heiligen Sakramente zu stärken, um an dem Heile un-