Am Feierabende des 9. August.
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ocunoch bewies er einen Muth und eine Ausdauer inder Erfüllung seines heiligen Berufes, daß es wahrhaftzu bewundern ist. Denn er starb als Opfer seines Be-rufes um des Glaubens willen und begeisterte durch seinWort und Beispiel noch viele andere Christen zum Mar-lertode. Unter diesen werden besonders folgende genannt:die heiligen Largus und Smaragdus, Crescentian, Ser-gius, Sekundus, Albanus, Viktorian, Faustin, Felix undSilvan, und vier Frauen: Memmia, Iuliana, Cyriaci-dis und Donata. Sie alle opferten freudig Blut undLeben für Christus, ihren Gott und Heiland, in derDiocletianischen Verfolgung im Jahre 303.
Gebet. Wir bitten dich, o Jesu, der du zumHeile der Kirche und des Staates das heilige Sakra-ment der Priesterweihe eingesetzt hast, verleihe uns aufdie Fürbitte des heiligen Märtyrers Cyriakus dieGnade, daß wir dem Wort und Beispiel deiner Priesterund treuen Diener folgen, der du lebest und regirest,Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Zweihmiderteinundzwmizigstes Lesestück.
Am Feierabende des 9. August.
Von der Macht und Würde des Priesters.
Fr. Welche Macht und Gewalt erlangt also derPriester durch die heilige Weihe?
Antw. Eine erhabene Macht und Gewalt, die selbst Engel nicht besitzen, nämlichGewalt n) über den wirklichen und b)überden geheimnißvollen Leib Christi.
Fr. Welche Gewalt erhält der Priesterüber den wirklichen Leib Christi?
Antw. Die Gewalt, Brod und Weinin den Leib und in das Blut des Herrn zuverwandeln. (Siehe das nachfolgende Bild!)
Belehrung und Beispiel. Auf dasWort des Priesters steigt beim heiligen Meß-opfer der göttliche Heiland auf den Altar her-nieder und verhüllt seinen Leib nnd sein Blutin die Gestalten des Brodes und Weines. Wahr-lich, eine Macht und eine Gewalt, die selbstEngel nicht besitzen. Oder zu welchem Engelhat je Christus gesagt, was er zu seinen Apo-steln, den ersten Priestern, sagte: „Thuet dießzu meinem Andenken!" Die Engel umringenden Altar; ihre Stirne in den Staub gebeugtund ihr Anlitz mit ihren Flügeln verhüllt, beten sie JesmnChristum an, das Opferlamm des neuen Bundes; — abernur der Priester hat kraft der empfangenen Weihe die Ge-walt, den Leib und das Blut des Sohnes Gottes zu ver-wandeln und das unvergleichliche Opfer zu feiern. In An-betracht dieser erhabenen Macht Und Würde des Priesterthumöwar der heilige Franz von Assis von solcher Ehrfurchtgegen den Priesterstand erfüllt, daß er sich nicht entschließenkonnte, sich zum Priester weihen zu lassen. Er Pflegte zusagen, wenn ihm ein Priester und ein Engel zugleich be-gegnen würden, so würde er den Priester vor dem Engelgrüßen, weil die Gewalt von jenem größer sei, als von diesem.
Fr. Welche Gewalt erhält der Priester über dengeistlichen oder geheimnißvollen Leib Christi?
Antw. Ueberden geistlichen oder geheimniß-vollen Leib Christi, d. h. über die Gläubigen,erhält er die Macht, ihnen die heiligen Sakramente zuspenden, das Wort Gottes zu verkünden, für sie dasheilige Meßopfer darzubringen u. s. w.
Belehrung. Die Priesterweihe verleiht sonach demGeweihten die Macht und Gewalt, den Gläubigen die hei-ligen Sakramente auszuspenden und zwar von der Wiegebis zum Grabe, ihnen als Bote Gottes das göttliche Wort
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