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Christkatholisches Haus- u. Familienbuch in Wort u. Bild
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Am Feierabende

schöne Inschrift: „Von der Taufe bis zum Tod — blieb sietreu stets ihrem Gott." — Möchte man auch von uns Allendieses sagen können! Möchten auch wir von der Taufe biszum Grabe immer dieselben bleiben! O wie ruhig dürf-ten wir dann unsre Augen schließen!

Legende: Der heilige Erzbischof Basilius,(f 379.)

Auch die heil, katholische Kirche begeht heute dasFest eines Heiligen, von dem man sagen kann, daß ervon der Taufe bis zum Grabe immer derselbe blieb,indem er das in der Taufe empfangene weiße Gewandder Unschuld und Reinigkeit stets treu bewahrte. MitRecht dürfte man daher auch auf seinen Grabstein dieWorte setzen: „Von der Taufe bis zum Tod war ertreu stets seinem Gott." Es ist dieß der heilige Erz-bischof Basilius. Ans einem angesehenen Geschlechtszu Cäsarea in Kappadocien entsprossen, gehörte er zueiner ganz aus Heiligen bestehenden Familie. Zuerstwidmete er sich den schönen Wissenschaften, insbesondersder Beredsamkeit mit dem glänzendsten Erfolge. Dochbald faßte er, geleitet durch ernste Betrachtung der hei-ligen Schrift, den Entschluß, der Welt gänzlich zu ent-sagen, theilte seine Güter unter die Armen aus, undwidmete sich dem Gebete, der Betrachtung und denUebungen der Buße in stiller Abgeschiedenheit. Gesen-det, um das Evangelium zu verkünden, führte er inPontus und in Cäsarea die Irrenden durch die Kraftseiner Beredsamkeit zur Einheit der katholischen Kirchezurück. Im Jahre 370 wurde er zum Erzbischof inCäsarea gewählt. Er vertheidigte standhaft den Glau-benssatz, daß der göttliche Sohn gleicher Natur undWesenheit mit dem Vater sei. Durch seine Enthaltungund Selbstverläugnung, ein strenges Fasten und unab-

Mchler, Hausbuch.

des 15. Juni.

lässiges Gebet, durchseine lilienreine Jungfräulichkeit, seineLiebe zur stillen Zurückgezogenheit, seinen Eifer für dieEhre Gottes und das Heil der Seelen, durch seineStandhaftigkeit in Erduldung aller Leiden und Müh-sale um Jesu Christi willen, verbunden mit seiner feu-rigen Beredsamkeit, seiner tiefen Gelehrsamkeit und demNeichthume seiner Schriften, hat er sich in der Kircheden Beinamen des Großen erworben. Mit den Wor-ten: „Herr, in deine Hände gebe ich meine Seele zu-rück," verschied der Heilige im Jahre 379.

Gebet. Gib, o Gott! daß wir das weiße Ge-wand der Unschuld und Reinigkeit, welches wir in derheil. Taufe empfangen haben, ebenso sorgfältig und un-befleckt bewahren, wie der heilige Erzbischof Basilius,und daß wir überall das Licht des guten Beispiels leuch-ten lassen, damit wir dir stets gefallen mögen, der dulebest und regirest in alle Ewigkeit. Amen.

Hnndertsechsundsechzigstes Lesestück.

Am Feierabende des 15. Juni.

Bon der heiligen Firmung.

Bedeutung und Wesen der heiligen Firmung.

Fr. Was ist die Firmung?

Antw. Sie ist ein Sakrament, in welchem derGetaufte durch Handauflegung, Salbung und Gebet desBischofes vom heiligen Geiste gestärkt wird, damit erseinen Glauben standhaft bekenne und demselben ge-treu nachlebe.

Belehrung. Das Wort „Firmung" heißt so vielals „Stärkung" (von dem lateinischen Worte lirmare,stärken); denn die Firmung stärkt uns zum treuen Bekenntnissedes christlichen Glaubens. — Die Firmung ist in Wahrheitein Sakrament; denn es enthält alle Merkmale einesSakramentes: 1) das äußere Zeichen, und zwar») dieMaterie, nämlich die Händeauflegung des Bischofsund d7e Salbung mit Chrisam. Schon die Apostellegten den Firmlingen die Hände auf (Apostelgesch. 8, 17.);aber auch die Salbung mit Chrisam wurde von jeher in derKirche angewendet. Daher schreibt schon der heilige Pau-lus an die Corinthier (2. Cor. 1, 21.): „Gott ist es, deruns sammt euch in Christo befestiget, und der uns ges albethat." — b) Die Form des Sakramentes der Firmung be-steht in den Worten: „Ich bezeichne dich mit dem Zeichendes Kreuzes und stärke dich mit dem Chrisam des Heiles im

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