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Christkatholisches Haus- u. Familienbuch in Wort u. Bild
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Drittes Hauptstück. Bedeutung und Wesen der heiligen Firmung.

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Namen des Vaters rc."2) Dieses äußere Zeichenist aber auch ein wirk-sames, kräftigesZeichen; denn es bringteine innere Wirkunghervor: Stärkung imGlaub en (hievon aus-führlicher in der näch-sten Lektion). Endlichist die Firmung 3) auchvon Jesus Christuseingesetzt.

Fr. Woher wissenwir, daß Christus die Firmung eingesetzt habe?

Antw. 1) Aus der heiligen Schrift und 2) ausder beständigen Lehre der Kirche.

Fr. Was lehrt uns hierüber die heilige Schrift?

Antw. Sie lehrt uns, daß schon die Apostel ge-sinnt, d. h. den Gläubigen die Hände aufgelegt undihnen den heiligen Geist mitgeiheilt haben; unmöglichaber hätten die Apostel durch die Händeauflegung denheiligen Geist mittheilen können, wenn nicht Christusdie Firmung angeordnet hätte, da nur Gott einem sicht-baren Zeichen, wie z. B. die Händeauflegung ist, dieKraft zutheilen kann, eine übernatürliche Wirkung (z. B.die Mittheilnng des heiligen Geistes) hervorzubringen.

Belehrung und Beispiele. Schon die Apostel habennach dem Zeugnisse der heiligen Schrift gefirmt, und zwarzu Antiochia und zu Ephesus. Hört, wie uns diesesin der Apostelgeschichte erzählt wird! Auf die Predigt desDiakons Philippus hatten viele Einwohner von Samariadas Wort Gottes (das Evangelium) angenommen und wur-den von ihm getauft. „Als die Apostxl, die in Jerusalemwaren, hörten, daß Samaria das Wort Gottes angenommenhabe, sandten sie den Petrus und Johannes zu ihnen. Dadiese gekommen waren, beteten sic für sie, daß sie den heili-gen Geist empfangen möchten; denn er war noch über keinenderselben gekommen, sondern sie waren nur getauft im Namendes Herrn Jesu. Da legten sie ihnen die Händeauf, und sie empfingen den heiligen Geist."Ebenso heißt es von den zwölf Ephesern, die nur dieTaufe des heiligen Johannes erhalten hatten: „Paulus

ließ sie taufen, und da er ihnen die Hände auslegte,kam der heilige Geist über sie." Da ist nun offen-bar von einem äußern Zeichen, dem Händeauflegen, dieRede, womit eine innere Gnade, die Ertheilung des heiligenGeistes, verbunden war, also von einem Sakramente, welchesnoch dazu deutlich von der Taufe unterschieden wird; — „siewaren nur im Namen Jesu getauft," heißt es, „nun aberempfingen sie den heiligen Geist;" eS wird also auch dieGnade, die sie schon in der Taufe erhalten hatten, wiederdeutlich unterschieden. Sollte das eine bloße Ceremonie ge-wesen sein? Warum legte denn der Diakon Philippus denSamaritern die Hände nicht auf, er, der sich durch vieleZeichen und Wunder ausgezeichnet hatte? Warum müssen zudieser Ceremonie eigens zwei Apostel nach Samaria kommen?Und warum gehen diese dahin? Um eine leere Ceremonie zuverrichten, wozu auch Philippus Ansehen genug gehabthätte? Gewiß nicht. Ferner, woher wußten sie denn, daßsie diese Ceremonie verrichten müßten, und daß durch dasGebet und die Händeauflegung der heilige Geist über dieGetauften kommen werde? Die heiligen Apostel mußtenalso dazu einen Auftrag von Jesus empfangen haben.Wir sehen sonach aus der heiligen Schrift, daß Christusdie Firmung eingesetzt habe.

Fr. Was lehrt in dieser Beziehung die katholischeKirche?

Antw. Sie hat von jeher gelehrt, daß die Firmungein Sakrament und also von Jesus Christus eingesetzt sei.

Belehrung. Diese Lehre der Kirche finden wir durchalle Jahrhunderte ausgesprochen in den Zeugnissen der heili-gen Väter, welche deutlich erklären, daß die Firmung stetsin der Kirche für ein Sakrament angesehen und als solchesverwaltet worden sei. So schreibt z. B. der heilige Au-gustin: „Der heilige Chrisam (d. i. die Firmung) ist inder Zahl der sichtbaren Zeichen (oder Sakramente) so heilig,als die Taufe." Daher hat auch der Kirchenrath vonTrient über alle Jene den Kirchenbann ausgesprochen,welche sagen: „Die Firmung der Getauften sei eine unnützeCeremonie und kein wahres und eigentliches Sakrament."

Fr. Wurde denn auch schon in den ältesten Zeitender Kirche gefirmt?

Antw. Ja, wie die Apostel zu Samaria undEphesus gefirmt haben, so firmten auch ihre Nachfolger,die Bischöfe, vom Anbeginne der Kirche bis auf denheutigen Tag. (Sieh das obige Bild!)