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Christkatholisches Haus- u. Familienbuch in Wort u. Bild
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Am Feierabende des 5. Juni.

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zu können, und endlich muß er sich selbst und das Menschen-geschlecht durch gesetzmäßige Geburt von Kindern fort-pflanzen. Dieß Alles ist aber auch zum geistigen,übernatürlichen Leben nothwendig, und daraus leuchtetauch die Sieben za hl der Sakramente ein. Die Taufeläßt uns für Jesus Christus geboren werden; die Firm-ung vermehrt die Gnade Gottes in uns und stärkt unsdurch ihre Kraft; die Eucharistie ist eine durchaus himm-lische Nahrung für unsere Seele; die Buße gibt un-serer Seele die Gesundheit wieder, wenn sie durch dieSünde verletzt worden; die letzte Oelung tilgt unserenoch übrigen Sünden und erneuert die Kräfte derSeele; die Priesterweihe setzt in der Kirche den Dienstder Sakramente fort, und die Ehe die Gläubigen.

Fr. Sind die heiligen Sakramente unter sichverschieden?

Antw. Ja, sie sind verschieden 1) der Nothwen-digkeit nach, 2) der Würde nach, und 3)der Wirk-ung nach.

Belehrung. Die heiligen Sakramente sind verschieden1) der Nothwendigkeit nach, d. h. es ist eines noth-wendiger als das andere; einige sind nicht allen Menschen

Mchler, Hausbuch.

nothwendig. Der Nothwendigkeit nach ist das erste undvor allen andern nothwendigste Sakrament die Taufe;denn ohne die Taufe kann man nicht selig werden, noch einanderes heiliges Sakrament empfangen. DaS nächste derNothwendigkeit nach ist die Buße für Jene, die nach derTaufe schwer gesündigt haben; dann kommt das heilige Al-tarssakrament; dann die Firmung und für gefährliche Krankedie letzte Oelung. Die Priesterweihe und die Ehe stehender Nothwendigkeit nach zuletzt; nicht als hätten sie wenigerWerth, sondern weil sie zwar der Gesammtheit der Kircheund der Menschheit, aber nicht jedem Menschen nothwendigsind. 2) Der Würde nach ist das vornehmste und heiligstedas Altarssakramcn t, weil es ja den Urheber derheiligen Sakramente, Jesnm Christum selbst, wahrhaft undwesentlich enthält, und die heiligen Engel anbetend vor dem-selben niederfallen. (Sieh das nebenstehende Bild!) Derheilige Dionysius nennt es daherdas Geheimnißder Geheimnisse." Das nächste ist dann die Priester-weihe, da sie die Macht crtheilt, dieses und alle übrigenheiligen Sakramente zu verwalten; dann die Taufe, dieFirmung, die Buße, die letzte Oelung, die Ehe, wienämlich ein jedes in näherer Verbindung mit dem heiligenAltarssakramente steht. Besonders zu merken ist 3) derUnterschied den Wirkungen nach. Einige Sakramentecrtheilcn nämlich die heiligmachende Gnade, andere vermehrensie bloß; einige drücken ein unauslöschliches Merkmal ein,andere nicht.

Fr. Wie theilt man daher die heiligen Sakra-mente ein?

Antw. 1) In Sakramente der Todten und derLebendigen, 2) in solche, die nur einmal, und in solche,die öfter empfangen werden können.

Belehrung. 1) In Bezug auf den SeelenzustandDerjenigen, für welche die heiligen Sakramente bestimmt sind,theilt man sie ein in Sakramente der Todten und derLebendigen. Sakramente der Todten heißen die Taufeund die Buße, weil man bei ihrem Empfange das Lebender Gnade noch nicht hat oder doch nicht haben muß, undweil man also geistiger Weise todt ist oder todt sein kann;die Firmung, das heilige Altarssakrament, dieletzte Oelung, die Priesterweihe und die Ehe hin-gegen heißen Sakramente der Lebendigen, weil man, umsie zu empfangen, das übernatürliche Leben, d. h. dieheiligmachende Gnade haben muß, man muß also bei ihremEmpfange geistiger Weise lebendig sein. 2) In Bezug auf

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