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Christkatholisches Haus- u. Familienbuch in Wort u. Bild
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Am Feierabende des 3. Juni.

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bare Glaubsnsheldin aber erscheint unter ihnen dse hei-lige Dienstmagd Blandina. Man geißelte sie, mangab sie wilden Thieren Preis, man setzte sic in den glü-henden Stuhl, man wickelte sie in ein Netz und warfsie einem Stiere vor; aber Alles vergebens. Blandinabetete; sie war ganz versunken in einer vertraulichen Un-terredung mit Christus und schien gar Nichts zu suhlen. Alsendlich selbst die Henker ermüdeten, erwürgte man si'ewie das unbefleckte Opferthier. Niemals hat selbst nachdem Geständnisse der Heiden ein Weib solche und soviele Qualen erduldet, wie die heilige Blandina; siestarb im Jahre 177.

Gebet. Verleihe uns, o Gott! auf die Fürbitteder heiligen Jungfrau und Märtyrin Blandina Kraftund Stärke, damit wir durch Werke der Andacht, derAbtödtung und der christlichen Nächstenliebe die Kroneder ewigen Vergeltung erlangen mögen durch Chri-stum unfern Herrn. Amen.

worden ist; dennunser Ge-bet, " sagt der heilige Augu -st in,steigt zum Himmel em-por, und Gottes Gnade steigtdafür herab"; allein auf or-dentliche, unmittelbare undunfehlbare Weise wird unsdie göttliche Gnade durch dieheiligen Sakramente zuTheil; sie sind die Kanäle,durch welche uns dieselbe zu-fließt. Mit Recht heißen siedaher auchGnadcnmit-tel".

Fr. Was ist ein Sakra-, _ment?

Antw. Ein Sakramentist ein äußeres, von Jesus Christus eingesetztes Zeichen,das uns eine innere Gnade mittheilt.

Belehrung. Das WortSakrament" bezeichnet imAllgemeinen eine heilige und dabei verborgene Sache,ein heiliges Geheimniß. Im engern Sinne aber istein Sakrament ein äußeres, von Jesus Christus eingesetztesZeichen, das uns eine innere Gnade mittheilt. Demnachsind zu jedem Sakramente drei Stücke nothwendig: 1) einäußeres Zeichen, 2) die Einsetzung durch JesusChristus, und 3) die innere Gnade, die es mittheilt.

Fr. Was wird also vor Allem zu einem Sakra-mente erfordert?

Antw. Ein äußeres Zeichen, das heißt, beijedem Sakramente muß Etwas Vorkommen, das in dieSinne fällt, nämlich eine Sache, die man sieht, undWorte, die man hört.

HmidertlüermldsLmszigstes Lesestück.

Am Feierabende des 3. Juni.

Was ein Sakrament ist, und was dazu erfordert wird.

Fr. Durch welche Mittel können wir die uns sonothwendige Gnade erlangen?

Atttw. Durch die heiligen Sakramente, weß-halb sie auch Gnadenmittel genannt werden.

Belehrung. Zwar können wir Gott zur Mittheilungseiner Gnade auch durch andere Mittel bewegen, besondersdurch das Gebet, wie schon im zweiten Hauptstück gezeigt

Belehrung. Weil wir sinnliche Menschen sind, weilwir aus Leib und Seele bestehen, so hat Gott, wie der hei-lige Chrhsostomns bemerkt, in seiner Weisheit es für gutbefunden, uns die Gnade, welche ganz geistig ist, durchäußere, sichtbare Zeichen mitzutheilen, damit dersinnliche Mensch wisse, daß und wann ihm die innereGnade zu Theil werde, und damit ihm die besondere Gna-denwirkung, die er in jedem einzelnen Sakramente empfängt,versinnbildet werde. Daher kommt bei jedem SakramenteEtwas vor, das in die Sinne fällt, nämlich eine Sache oderHandlung, die man sicht, und Worte, die man hört.Das, waS man sieht, heißt die Materie, das, was man

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