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Am Feierabende des 26. März.
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kommen; sein Leib würde zittern und beben, er würde vorFurcht sterben." Und die Verdammten sehen nicht EinenTeufel, sondern unzählige Teufel! Gerne möchten sie ihreAugen verschließen, aber es ist umsonst; sie möchten selbeHerausreißen, aber sie vermögen es nicht. Immerdar müssensie die häßlichen Leiber der Mitverdammten und die schreck-baren Gestalten der Teufel sehen. Welch eine furchtbare Qual!
Fr. Wodurch endlich wird die Hölle erst recht eigent-lich zur Hölle?
Antw. Dadurch, daß die Höllenstrafen ewig sind.
Belehrung. Furchtbare Wahrheit: „Die Höllen-strafen dauern ewig." „Aus der Hölle gibt es keineErlösung," sagt die heilige Schrift. Ist der Verdammte inden Abgrund der Qualen gestürzt, so schließt sich dessen Mün-dung und wird nimmermehr sich öffnen. In der Hölle gibtes wohl ein Thor zum Eintritte, aber kein Thor zum Aus-tritte. Hinunter wird man wohl kommen, nicht aber herauf;denn die Strafen der Hölle dauern ewig! — Diese Ewig-
keit der Höllenstrafen ist aber ein Glau-benssatz; cs ist nicht etwa eine bloße Meinung,sondern eine Wahrheit, die Gott selbst uns in sovielen Schriftsteller! bezeugt: „Weichet von mir,ihr Verfluchten, in's ewig ». Feuer!" (Matth.25, 41.) „Und diese werden in die ewige Pein eiu-gehen." (Ebenda.) „ Sie werden mit dem ewigenUntergänge bestraft werden." (2. Thess. 1, 9.):„Tag und Nacht erlöscht es nicht (das Feuer);ewig steigt sein Rauch empor." (Jsäi. 34.) Ewigalso dauert die Strafe der Hölle, und gerade da-durch wird sie zu einer Höllenstrafe. Wer einmalverloren geht, geht für immer verloren! Ach, wielange dauert dieses Immer? Niemand kann dirdieses schildern, mein christlicher Leser! Nur inschwachen Zügen kann man dir einige Andeutungenhievon geben.
Beispiel und Anwendung. Ein berühm-ter Missionär, mit Namen Jakob Bridain, be-saß eine volksthümlichs Beredsamkeit voll Begeister-ung und rührender Bilder. Als er einst über denTod predigte, rief er mit seiner starken und Hel-len Stimme, so daß zehntausend Menschen auf freiemFelde ihn verstehen konnten: „Wohlan, wisset ihr,was die Ewigkeit ist? Die Ewigkeit ist eine Pen-deluhr, woran der Pendel bei Grabesstille ohneAufhören nur die beiden Worte spricht: „Allzeit!immer! Allzeit! immer!" Und wenn während die-ser stets von Neuem wiederkehrenden Zeit ein Ver-worfener in entsetzlicher Augst fragt: „Wie vielUhr ist es?" Dann antwortet ihm die Stimme eines andernElenden: „Es ist Ewigkeit."— So oft Kaiser Karl V., nach-dem er die Herrlichkeit der Welt verlassen und sich in ein Klosterzurückgezogen hatte, seine Uhren betrachtete, dachte er jedes-mal an die Ewigkeit der Höllenstrafen, und es kamihm vor, als ob die Pendel seiner Uhren unaufhörlich dieWorte wiederholten: „Immer," „Nimmer!" (Sieh daö obigeBild!) — O mein Christ! wüßtest du nur, was es sagenwollte, „Ewigkeit — ewig leiden," so würdest du wohl be-greifen, daß tausend Jahre nicht Einmal mit einem Augen-blicke zu vergleichen seien. Würde ein Engel zu einem Ver-dammten sagen: „Du wirst aus der Hölle kommen nach Ver-lauf so vieler Jahrhunderte, als es Tropfen im Wasser, alses Blätter auf den Bäumen, als es Sandkörner im Meeregibt," so hätte der Verdammte eine größere Freude, als einBettler bei der Nachricht, er sei König geworden. Denn alldiese Jahrhunderte werden vorübergehen und sich unendliche Malevervielfältigen, und die Hölle wird immer wieder von vorneanfangen. — O Ewigkeit! o Ewigkeit! o ewige Hölle! Wieist es möglich, daß die Menschen an dich glauben und dochsündigen? O mein Christ! bedenke, daß die Hölle auch dicherwartet, wenn du sündigest. Schon brennt unter deinen
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