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Erstes Hauptstück. Art und Weise der Auferstehung.
MN
Sein Vater hieß; Jakob und sein Großvater Mathan.Er war arm, und mußte sich seinen Lebensunterhalt mitder harten Handarbeit erwerben. Joseph wohnte zuNazareth, einer kleinen Stadt in der Zunft Zabnlon inGaliläa, und trieb da das Zimmermannshandwerk. Dieheilige Schrift erzählt uns Weniges von seiner Lebens-geschichte; dieß aber ist hinreichend, uns von seiner hohenVollkommenheit zu überzeugen, und unser Herz mit dergrößten Ehrfurcht gegen ihn zu erfüllen. Durch seine Ver-mählung mit Maria ward er zum Erzieher, Nährvaterund Pfleger des im Fleische erschienenen Heilandes derWelt bestimmt. Mit wenigen Worten gibt ihm dasEvangelium den größten Lobspruch, der gegeben werdenkann: „Joseph war gerecht." Er erfüllte genau alleGesetze des Herrn, und sein Sinn und Wandel war ganzuntadelig in den Augen Gottes., Joseph lebte mitMaria in der vollkommensten Eintracht, diente Gott inallen Arten der Tugenden, und erwarb durch emsige undunverdrossene Arbeitsamkeit für sich und seine geliebteFamilie den Unterhalt. Hatte er auch vor und bei derGeburt Jesu Christi manch Hartes und Bitteres zu tra-gen, so war seine Freude und sein Erstaunen um sogrößer, als er bei der Opferung im Tempel zu Jerusa-lem hörte, was der Geist Gottes durch den GreisenSimeon und durch die Prophetin Anna von dem zar-ten Kinde offenbarte. Da die heilige Geschichte beider Erzählung der Hochzeit zu Kana des Josephs nicht
erwähnt, so ist es wahrscheinlich, daß er noch vorher, alsJesus das öffentliche Lehramt antrat, gestorben sei. Erwird als Beispiel und Fürsprecher der Sterbenden vor-züglich verehrt. Daher sollst du, o Christ! oft im Lebendeine Zuflucht zum heiligen Joseph nehmen, damit erdir eine glückselige Sterbstunde erflehe und eben dadurch auchei ne glückselige Auferstehung am Tage des Gerichtes.
Gebet. O allerkeuschester Bräutigam Mariä, hei-liger Joseph! erbitte mir die Gnade, so rein und ge-recht zu leben, wie du, und bewirke, daß ich das Glückerlange, in den Armen Jesu und Mariä zu sterben, wiedu, damit ich dereinst am Tage der allgemeinen Aufer-stehung auf ewig mit dir und ihnen vereinigt werde. Amen.
Nennundsiebenzigstes Lesestück.
Am Feierabende des 20. März.
Art und Weise der Auferstehung.
Fr. Wie wird die Auferstehung des Fleisches geschehen?
Antw. Sie wird auf folgende Weise geschehen: Gottder Herr wird am jüngsten Tage seine Engel mit derPosaune schicken; diese, werden den Todten zurufen:„Ihr Todten! stehet auf und kommet zum Gerichte!"Und in einem Augenblicke werden die Todten auferstehen.(1. Cor 15, 22.) (Siehe das nachfolgende Bild.)
Biblische Beispiele. Die furchtbare Scene der Auf-erstehung ließ Gott der Herr schon im A. T. seinem Pro-pheten Ezechiel in einer heiligen Vision schauen. Ezechiel hatuns dieß selbst in folgenden Worten geschildert: „Die Handdes Herrn kam über mich und führte mich hinaus im Geistedes Herrn und ließ mich nieder mitten auf ein Feld, dasvoll von Gebeinen war. Und er führte mich durch sie hin-durch allenthalben ringsum; es waren ihrer aber sehr vieleauf der Oberfläche des Feldes und sie waren sehr dürr. Under sprach zu mir: Menschensohn! meinest du wohl, daß dieseGebeine lebendig werden? Und ich sprach: Gott, Herr! duweißt es! Und er sprach zu mir: Weissage über diese Ge-beine und sprich zu ihnen: Ihr dürren Gebeine, höret dasWort des Herrn! So spricht Gott der Herr zu diesen Ge-beinen: Siehe! ich will Geist in euch bringen, daß ihr le-bendig werdet. Ich will euch Nerven geben und Fleisch übereuch wachsen lassen und euch mit Haut überziehen und willeuch Geist geben, daß ihr lebendig werdet, und ihr sollt er-fahren, daß ich der Herr bin. Und ich weissagte, wie ermir geboten hatte. Und da ich weissagte, fing es zu rauschenan, und siehe! es regte sich; und Gebein näherte sich zu Ge-bein, ein jegliches zu seinem Gliede. Und ich schaute, undsiehe! Nerven und Fleisch kam über sie, und Haut zog sichdarüber; Geist aber hatten sie noch nicht. Und er sprachzu mir: Weissage zum Geiste, weissage, Menschensohn! undsprich zum Geiste: So spricht Gott, der Herr: Komme, du