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Christkatholisches Haus- u. Familienbuch in Wort u. Bild
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Am Feierabende des 14. März.

ligcn Hebungen! Betrachte die Strafen im andern Leben undvor Allem die Herrlichkeit des Himmel, wohin ich vorausgehe,um dich dort zu erwarten und dein kräftiger Fürbitter zusein!" — Ahme, o Christ! dieses schöne Beispiel nach; eswird dir und den armen Seelen zum Tröste und Segen ge-reichen.

Legende: Die heilige Jungfrau Euphrasia.(1- 410.)

Ein ähnlichesBeispiel, wie dieKönigin Guida,gab uns auch diehl. Euphrasia,deren Fest auf denheutigen Tag fällt.Sie stammte auseiner sehr ange-sehenen Familie;denn sie war dieTochter des Anti-gonus, eines sehrnahenVerwandtendes Kaisers Thco-dosins. Schon inihrer frühesten Ju-gend erwählte siesich den göttlichenHeiland zu ihremBräutigam^ ver-theilte ihre ererb-ten großen Reich-thümer theils zurUnterstützung derNothleidenden aufErden, theils zum

Tröste der armen Seelen im Fegfeuer undsuchte ihr Heil in einen: Kloster, wo sie dastand als einWunder der Demuth, des Gehorsams, der Keuschheit,der Abtödtung und der Liebe. Sie war 30 Jahre alt,als sie von Gott um das Jahr 410 zur ewigen Beloh-nung gerufen wurde.

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Gebet. Heilige Jungfrau Euphrasia! bitte beiGott für uns, damit wir dir auf dem Wege der TugendNachfolgen und besonders jene Liebe nachahmen mögen,die du gegen die Nothleidenden auf Erden und gegen diearmen Seelen im Fegfeuer bewiesen hast, auf daß wirauch einst ebenso, wie du, zur ewigen Belohnung geru-fen werden. Durch Christum unfern Herrn. Amen.

Dreinndsiebenzigstes LesesM.

Am Feierabende des 14. März.

Gemeinschaft der Heiligen, und zwar die triumphirende Kirche.

Fr. Zur Gemeinschaft der Heiligen gehören endlichauch noch und ganz besonders die Heiligen im Him-mel; es entsteht daher die Frage: Worin besteht dieGemeinschaft mit den Heiligen im Himmel?

AntW. Darin, daß wir sie verehren, und sie unsund den Seelen im Fegfeuer durch ihre Fürbitte undVerdienste zu Hilfe kommen.

Belehrung. Wenn wir die Heiligen fromm und an-dächtig verehren und anrufen, so werden sie uns durch ihremächtige Fürbitte bei Gott zu Hilfe kommen und uns durchihre Verdienste unterstützen; denn ihre heilige Liebe zu unshat im Lande der Vollkommenheit nicht abgenommen, sondernist noch vollkommener geworden; deßhalb fühlen sie das in-nigste Mitleid mit unfern Schmerzen und Sorgen, von wel-chen sie der liebe Gott in Kenntniß gesetzt, und die sie einstauch an sich selbst erfahren, und bereitwillig erhören sie un-fern Hilferuf und bitten bei dem Allmächtigen um Abhilfeoder, wenn diese nicht in seinem weisesten Plane läge, umTrost und kräftige Gnade, damit wir die Prüfung bestehenund für den Himmel gewinnreich machen können. Sie kennendie Gefahren, die unserer Seele nachstellcn; haben sic jaselbst einst damit zu kämpfen gehabt; und sie fühlen es jetztim Genüsse der himmlischen Freude noch besser, als wir, wieunendlich viel der Erdenpilger gewinnen oder verlieren kann,je nachdem er in diesem Lebenskämpfe siegt oder überwundenwird; darum legen sie ihre Fürbitte für uns ein.

Beispiel und Anwendung. Im zweiten Buche derMakkabäer lesen wir von einem Traumgesichte, welches demfrommen Helden Judas vom Himmel zu Theil wurde, alser eben mit seinem Volke von den überlegenen Kricgsschaarendes syrischen Königs Demetrius schwer bedrängt ward,und Religion und Vaterland in größter Gefahr schwebte. Daerschienen ihm zwei entschlafene Heilige, und zwar zuerstOnias, der Hohepriester, ein von Jugend auf in jeder Tu-gend geübter Mann; der breitete seine Hände ans und betetefür das ganze Volk der Juden. Dann zeigte sich noch einanderer Manu, ehrwürdig an Alter, von bewunderungswürdi-gem Aussehen und von großer Herrlichkeit umstrahlt. Dasprach Onias: „Das ist der Freund der Brüder, des Vol-kes Israel; der ist's, welcher so viel für das "Volk und dieganze heilige Stadt betet, Jeremias, der Prophet Gottes."Und Jeremias streckte die Hand aus, und gab dem Ju-das ein goldenes Schwert mit den Worten: „Nimm dasheilige Schwert als Geschenk von Gott; damit wirst du dieFeinde meines Volkes Israel erlegen." Das war die Er-