Am Feierabende des 13. März.
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Len und den Kampf gegen die Welt, das Fleisch und denTeufel siegreich bestanden hatte, entschlief er, von seinenvielen Arbeiten und vom steten Kampfe erschöpft, reichan Verdiensten i. I. 604 am 12. März.
Gebet. Ach, Herr und Gott! Nur zu sehr füh-len wir es, daß unser Leben ein beständiger Kampf istwider die Welt, das Fleisch und den Teufel; hilf undstehe uns Lei, auf daß wir diese Feinde glorreich besiegenund einst die Siegerkrone im Himmel erlangen mögen,wie der große und heilige Papst Gregor ins. DurchChristum unfern Herrn. Amen.
Zw eiimdsiebmzigstes Leseftück.
Am Feierabende des 13. März.
Gemeinschaft der Heiligen, und zwar die leidende Kirche.
Fr. Zur Gemeinschaft der Heiligen gehören auchdie armen Seelen im Fegfeuer, (sieh das neben-stehende Bild), und es ist nun die Frage: Wodurch stehenwir mit diesen in Gemeinschaft?
Antw. Dadurch, daß wir ihnen 1) durch dasheilige Meßopfer, 2) durch Gebet und 3) durchandere gute Werke zu Hilfe kommen können.
Fr. Wie heißt also das erste und vorzüglichsteMittel, wodurch wir den armen Seelen im Fegfeuerzu Hilfe kommen können?
Antw. Das heilige Meßopfer.
Belehrung. Das heilige Meßopfer ist ein kräftiges,ja, das allerkräftigste Mittel, die armen Seelen aus demFegfeuer zu erlösen. Daher schreibt der heilige Ephrem:„Den Verstorbenen wird große Hilfe geleistet durch die Opfer,welche die Lebenden darbringen. Hast du noch nie Wein ge-sehen im Fasse zur Zeit, wann die Trauben am Weinstocke,reif werden? Da, wo die noch lebende Traube im Weinbergereist, wallt der todte Wein in dem Fasse auf. So undnoch mehr empfinden es die Verstorbenen, wenn man in hei-liger Liebe ihrer gedenkt." Schon im alten Testamente hatman für die Verstorbenen Opfer dargebracht, wie aus derbekannten Stelle (2. Makk. 12, 43—46.) deutlich genugerhellt, wo es heißt: „Judas (der Makkabäer) sandte zwölf-tausend Drachmen Silbers nach Jerusalem, damit ein Opferfür die Sünden der Verstorbenen dargebracht würde."— Inder katholischen Kirche aber wurde von jeher das heiligeMeßopfer für die Verstorbenen dargebracht und stets als einwirksames Mittel zur Erlösung derselben anerkannt. Deß-
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halb sagte auch die heilige Monika, als vor ihrem Todedie Frage war, wohin man ihren Leib begraben sollte, zuihrem Sohne, dem heiligen Augustin, und zu den um-stehenden Priestern: „Leget meinen Leib, wohin ihr immerwollt; um dieses allein bitte ich, daß ihr bei dem Altäredes Herrn meiner eingedenk sein wollet."
Beispiel und Anwendung. Es ist aber auch -garnicht zu läugnen, daß das heilige Meßopfer das ersteund vorzüglichste Mittel zur Erlösung der armen See-len im Fegfeuer sei. Um für die Wahrheit dieser Behaup-tung mindestens ein einzelnes Beispiel anzuführen, wollen wirdasselbe der Lebensgeschichte eines heiligen Mannes entnehmen,gegen dessen Nüchternheit und Umsicht kein Zweifel aufkommenkann. Vor einem Schüler des heiligen Philippus Neri,Namens Alphonsus, stand plötzlich einmal, nach beendig-tem Gottesdienste, ein gewisser Johannes Animuccio,welcher Regens der Musik im Vatican gewesen war, undauch im Oratorium des heiligen Philipp oftmals diesen Dienstversehen hatte. „Bringe," sprach er, „dem Philippus meineBitte, daß er vor dem Herrn meiner gedenke."Erst nachdem er eben so Plötzlich wieder verschwunden, sieles dem Alphonsus ein, daß dieser Mann nimmer unterden Lebenden, sondern vor drei Jahren schon gestorben sei.Philippus aber, der nicht säumte, den Wunsch des Ver-storbenen zu erfüllen, sagte nach einigen Tagen den Brüdern