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Erstxs Hauptstück. Die vier Kennzeichen finden sich außer der Kirche nicht.
und sich den göttlichen Wissen-schaften unter der Leitung desberühmten Albert des Großenwidmete. Als er in Parisals Lehrer sich aufhielt, trugihm Papst Urban IV. ans,die kirchlichen Tagzeiten aufdas hohe Frohnleichnamsfestzu verfassen, deren Einfachheit,
Würde und Salbung allgemeinbewundert wird. Papst Cle-mens wollte ihn ans den erz-bischöflichen Stuhl von Nea-pel erheben; allein er schlugdiese Würde aus und bat denPapst, ihn für immer mit je-der Beförderung zu verschonen, jAuf einer Reise nach Lyon wurde 'er krank und mußte in einerCistcrcicnser-Abtci verbleiben, jDort starb er nach Empfangder heiligen Sterbsakramentc ji. I. 1274. Gott ließ aufseinem Grabe viele Wundergeschehen.
Gebet. Gib uns, o Gott! die Gnade, daß wirvon Dir und deiner heiligen katholischen und apo-stolischen Kirche stets mit demselben Eifer und mit der-selben Salbung und Ehrfurcht reden und schreiben mögen,wie der große Lehrer deiner Kirche, der heilige Thomasvon Aquin. Durch Christum, unfern Herrn. Amen.
Siebemmdsechzigstes Lesestmk.
H.ä'rxie»
nicht ein einziges gemeinsames Oberhaupt, daher auch keinEinheit.— Uebcrdieß steht einem Jeden das Recht zu, die hei-lige Schrift auszulegen und zu glauben, wie er will, und somüssen sie nothwendiger Weise, wie der heilige Paulus sagt(Ephes. 4, 14.) „von jedem Winde der Lehre hin- und Her-getrieben werden." Es ist eine Einheit in der Lehre gar nichtmöglich; vielmehr herrscht daselbst der Geist der Zwie-tracht, (sieh das obige Bild!) — der das Feuer der Uneinigkeit,unter die Streitenden wirft.
Am Feierabende des 8. März.
Diese vier Kennzeichen finden sich außer der Kirche nicht.
Fr. Tragen denn die von der katholischen Kirche ge-trennten Religionssekten diese vier Kennzeichen nicht an sich?
Antw. Nein; sie sind, weder einig, noch heilig, nochkatholisch, noch auch apostolisch.
Fr. Warum sind sie nicht einig?
Antw. Weil sie kein gemeinsames Oberhaupt habenund die heilige Schrift willkührlich ans legen dürfen.
Belehrung. So wenig in einem Staate Einheit undOrdnung möglich ist, wo ein Oberhaupt fehlt, ebenso wenigkönnen die von der katholischen Kirche getrennten Sekten einigsein, da sie kein gemeinschaftliches Oberhaupt haben;denn in jedem Lande ist die weltliche Obrigkeit auch das Ober-haupt der nichtkatholischen Religionsgesellschaften; sie haben also
Beispiele. Außer der katholischen Kirche ist keine Ein-heit. Ich führe hier, um dich, mein christlicher Leser! vondieser Wahrheit zu überzeugen, nur z. B. die protestantischeKirche an. Die Protestanten sind unter sich uneins sogar inden wichtigsten und wesentlichsten Glaubensartikeln. Die Lu-theraner erkennen eine einzige Person in Jesus Christusan; Calvin und Beza aber zwei Personen, wie Nestorius.Calvin nennt Gott den Urheber der Sünde, was die Luther-aner für einen abscheulichen Jrrthum ausgeben; Luther be-hauptet die Allgegenwart Christi als Mensch, was Calvin undZwingli läuguen. Calvin findet in der heiligen Schrift dreiSakramente: Taufe, Abendmahl und Buße; Zwingli verwirftdas Sakramente der Buße und erkennt die Taufe und dasAbendmahl an re. rc. Kann bei so widersprechenden Mein-ungen und Ansichten von einer ^Einheit die Rede sein? —Daher bekennt der Protestant Suckow öffentlich, daß manin der protestantischen Kirche das Bunteste, Verschiedenartigsteund Wicdersprechendste, nicht bloß in Büchern, sondern auchnicht selten im Jugenduuterrichte und auf den Kanzeln aus-sprechen hört. Und schon Herzog Georg von Sachsen gab