Am Feierabende des 28. Februar.
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Dinge vorhersagten. (Apostelgesch. 21, 11.) Dasselbekam auch häufig bei den ersten Christen vor, und wennes Noch that, selbst auch gar ost in neuerer Zeit. Sv zeich-nete sich durch die Gabe der Sprachen, der Weissagung undWunderwirkung der heilige Franz Taver aus, den Gottder Herr zur Verbreitung des Glaubens in fernen Ländern»Erwählt hatte. Die Sprachengabe besaß auch der heiligeVincentius Ferrerius. Obschon nämlich dieser großeGeistesmann nur in der ihm eignen Valencischen Sprachepredigte, so wurde er doch von Leuten aus den verschiedenstenNationen, die'in seiner Predigt zugegen waren, verstanden,und es ernteten diese die schönsten Früchte aus seinen Pre-digten. — Aehnliches lesen wir vom heiligen Dominikusund Andern. Solche außerordentliche Gnadengabendes heiligen Geistts werden nur Einzelnen verliehen, damitsie durch dieselben nützen und Gottes heilige Absichten bei denMenschen befördern helfen. — Fragst du mich aber, warumheut zu Tage diese Gaben, z. B. Wunder zu wirken rc., soselten mehr Vorkommen, während dieß im Anfänge der Kircheso häufig der Fall war, so antworte ich dir mit Gregordem Großen: „Zeichen und Wunder waren nur nothwen-dig zur Zeit der Entstehung der Kirche; denn durch Wunder-werke mußte der Glaube im Wachsthume genährt werden.Wir begießen ja auch neugepflanzte Bäume, bis wir sehen,daß sie im Erdreich gehörig Wurzeln gefaßt haben, und dannlassen wir mit dem Begießen nach."
Mchler, Hausbuch.
Fr. Wodurch wird es in und an unsoffenbar, daß Gottes Geist in unserm Her-zen wohne?
Antw. Durch die Früchte des hei-ligen Geistes, deren der heilige Pau-lus vorzüglich zwölf nennt, indem er schreibt:„Die Frucht.des Geistes aber ist: Liebe,Freude, Friede, Geduld, Milde, Güte,Langmuth, Sanftmuth, Treue, Mäßigkeit,Enthaltsamkeit, Keuschheit."
Belehrung. Ja, wo Gottes Geist wohnt,da zeigt sich Liebe, wahre Gottes- und Näch-stenliebe, Freude an Gott und göttlichen Dingen, Friede nach Innen und Außen, Geduldin allen Leiden und Widerwärtigkeiten diesesLebens, Milde, Güte, Langmuth undSanftmuth gegen den Nächsten, Treue,Mäßigkeit, Enthaltsamkeit und endlichdie Lilie unter den Tugenden,die heilige Keuschheit. Welche himmlische Frucht muß da nicht ge-deihen, wo der heilige Geist unser Herz mit seiner göttlichenGnade erquickt und befruchtet?
Beispiel und Anwendung. Ein frommer Vater saßmit seinem Sohne unter einem reichbeladcnen Fruchtbaume.„Mein Kind," sprach der Vater, „was bevarf dieser Baum,daß er unter seiner Last nicht breche?" Der Sohn antwor-tete: „Einer Hand, welche die Früchte von ihm wcgnähme."Und darauf entgegnete der Vater: „Der heilige Geist ist derFruchtbaum, der voll Gnadengaben hängt, und ein wohlbe-rcitetes Herz ist die Hand, die diese Güter von ihm nimmt."— Sorge also dafür, christliche Seele! daß dein Herz bereitsei zur Aufnahme des heiligen Geistes; und nicht lange wirdes dauern, so werden dir von diesem himmlischen Fruchtbaumedie Früchte des heiligen Geistes zu Theil werden.
Fr. Wer ist also Schuld daran, wenn sich dieseFrüchte des heiligen Geistes nicht an uns zeigen?
Antw. Wir selbst.
Belehrung. Ach ja, mein christlicher Leser! wir selbstsind Schuld daran, wenn sich die Früchte des heiligen Geistesnicht in uns zeigen, da wir es mit der Sünde halten und so demheiligen Geiste ven Eingang in unser Herz versperren. „Eskann nicht Tag werden," sagt ein christlicher Lehrer, „so langedie Finsterniß nicht weicht; so kann auch das Gute nicht auf-kommen, so lange dem Bösen nicht die Herberge im Men-schen aufgekündet ist. Erst wenn dieß geschehen, hält derGeist Gottes seinen Einzug in die Hütte des Herzens undwirkt darin Liebe, die zum Leben führt und schon selber Le-
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