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Christkatholisches Haus- u. Familienbuch in Wort u. Bild
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Am Feierabende des 27. Februar.

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erkennt und daher nur nach denr Ewigen und Himmlischenstrebt. Diese Gabe der Weisheit besaß der weise König Sa-lomen. Er bat nicht um Neichthum und langes Leben,sondern nur um Weisheit, und als er sie von Gott empfangenhatte, rief er aus: „Ich sah Alles, was unter der Sonnegeschieht, und siehe, Alles war Eitelkeit." (Pred. 2, 17.) Alser aber von der Weisheit späterhin wieder abwich, wurde ergottlos und sank tief hinab in Sünden und Laster. — Mitdieser Gabe war auch ausgerüstet die heilige Olympias;daher rief sie aus: „Nach der wahren Weisheit des Christenwill ich streben, nicht mehr die Welt und ihre Güter lieben,sondern nur Gott und die ewigen Güter will ich fortansuchen."

Belehrung. Die zweite Gabe des heiligen Geistes istdie Gabe des Verstandes; diese führt uns ein in dieErkenntniß der Neligionswahrheiten, so weit es unserm be-schränkten Geiste möglich ist, und läßt uns tiefe Blicke thunin die Geheimnisse des Glaubens und ihre Schönheit erken-nen, auf daß wir sie mit Freuden glauben, obgleich sie fürunsere Vernunft etwas Dunkles und Undurchdringliches haben.Um diese Gabe betete schon David (Ps. 118, 34.): „Gibmir, o Herr! Verstand, so will ich forschen in deinem Ge-setze und es beobachten von meinem ganzen Herzen." —3) DieGabe desRathes ist es, welche zum Rechten ra-thet, zu Dem, was Gott dem Herrn wohlgefällig und unsund unfern Mitmenschen nützlich und heilsam ist für Zeitund Ewigkeit.

Beispiele und Anwendung. Durch die Gabe desVerstandes zeichnete sich ganz besonders die heilige Katha-rina aus. (Sieh das obige Bild!) Sie lebte im vierten Jahr-

hundert zu Alexandrien inAegypten und zeigte ge-genüber dem heidnischenKaiser Maximin, vor des-sen Richtcrstuhl sie alsChristin gefordert ward,eine solche Einsicht undBeredsamkeit, daß er fünf-zig der berühmtesten Weltweisen in seinen Palastkommen ließ, welche dieheilige Märtyrin wider-legen sollten. Sie abersprach mit solcher Weis-heit, Starke und Sal-bung für das Christcn-thum und bewies ihrenGegnern so gründlich dieEinheit Gottes und dieNichtigkeit ihres Aber-glaubens, daß sie sichöffentlich für überwundenerklärten und das Christenthum annahmen, auch für dieses gleichihr den Martertod litten. — Mit der Gabe des Nathesaber war ausgerüstet der heilige Abt Pambo, der sich inallen zweifelhaften Fällen stets nur für Gott, für Recht undWahrheit entschied. Aber auch Andern war er in allen An-gelegenheiten ihres Seelenheils ein wahrer Vater und Rath-geber. Durch Rath und That zeigte er Allen den Weg zurTugend und Vollkommenheit. — Möchtest auch du, o Christ!mit der Gabe des Verstandes und Rathes erfüllt, dich stetsnur für Gott und die Tugend entscheiden, und auch Anderndurch Rath und That den Weg zum Himmel zeigen!

Belehrung. Die vierte Gabe des heiligen Geistes istdie Gabe der Stärke; diese bewirkt, daß der schwacheMensch alle Leiden und Trübsale dieses Lebens mit Muthund Freude und in christlicher Geduld erträgt und alle Hin-dernisse und Schwierigkeiten auf dem Wege des Heiles mitchristlichem Hcldenmuthe besiegt, kein Opfer scheuend, mag csauch noch so groß und für ihn noch so schmerzlich sein. —

5. Die Gabe der Wissenschaft klärt uns auf über diePflichten der Religion, zeigt uns den Weg zum Himmel undmacht uns tüchtig, ihn auch Andern zeigen zu können. —

6. Die Gabe der Frömmigkeit besteht darin, daß wir

voll heiliger Freude im frommen Gebete mit Gott uns un-terhalten, ihn loben und verherrlichen und nur in ihm unsereRuhe und Seligkeit suchen und finden. ,

Beispiele und Anwendung. Die Gabe der Stärkebesaßen all die heiligen Märtyrer, die sich durch keine Marternund Qualen von der Liebe Christi scheiden ließen; die Gabe derWissenschaft hatte der heilige Vincentins Ferreriusin einem so hohen Grade, daß er durch seine eindringlichen