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Christkatholisches Haus- u. Familienbuch in Wort u. Bild
Entstehung
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140
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Erstes Hauptstück. Der heilige Geist — als Heiligmacher und Tröster.

Geistes war die heilige Walburga, deren Festheute in der Kirche gefeiert wird. In Anerkennungihrer menschlichen Schwäche und Hilfsbedürftigkeitnahm sie stets ihre Zuflucht zur mächtigen Gnadedes heiligen Geistes, der sie aber auch auf seinenFittichen emportrng zu den Höhen der christlichenVollkommenheit und der ewigen Seligkeit. — Wal-burga, war die Tochter Richards,Zeines reichenund vornehmen Engländers, und die «Schwester derl,eiligen Wunibald und Willibald. In ihrerJugend genoß sie eine so fromme Erziehung, daß inihrem Herzen früh schon ein gottesfürchtiger Sinngeweckt und mit der Zeit immer bekräftigt wurde.

Sie war ein Beispiel der Unschuld, der Demuth undAndacht. Mit aller Sorgfalt vermied sie den Um-gang mit Personen des andern Geschlechtes, um ihreSeelenreinheit unbefleckt zu erhalten; denn schonfrühe hatte sie sich Jesu, ihrem göttlichen Heilande,,ganz geweiht. Nach dem Tode ihrer Mutter Bonna,zdie eine Schwester des heiligen Bonifacius war,wurde sie von ihren Brüdern, und besonders vonBonifacius, die alle in Deutschland das Evan-gelium predigten, eingeladen, ihr Vaterland zu ver-lassen und sich in ihre Nähe zu begeben. UnterGottes sicherm Geleite kam die Edle mit dreißig from-men Jungfrauen i. I. 748 in Deutschland an. Zu-erst lebte sie mit ihren Schwestern in einem Klosterin Thüringen, bis sie i. I. 754 mit denselben nachHeidcnheim bei Eichstädt zog. Geleitet von ihrenheiligen Brüdern, regirte sie ihr Kloster auf eine sorühmliche Weise, daß sie von ihren Mitschwesternwie eine Mutter zärtlich geliebt und von allen Men-schen der umliegenden Gegend hoch verehrt wurde.

Nach dem i. I. 760 erfolgten Tode ihres BrudersWunibald wurde ihr von dem Bischöfe zu Eichstädtwegen ihrer bewährten Tugend, ihres erleuchteten Ver-standes und heiligen Eifers auch die Leitung des männ-lichen Klosters zu Heidenheim übertragen. Sie leuchtetedurch Worte und Werke Allen als Muster vor, und warddeßwegen von Gott besonderer Gnaden gewürdigt. End-lich von Alter und von den Mühen des Lebens erschöpft,

Siebemmdfüllszigstes Lesestiick.

Am Feierabende des 26 . Februar.

Der heilige Geist — als Heiligniacher und Tröster.

Fr. Warum wird die dritte Person in der Gottheit

wurde sie durch einen sanften Tod znm himmlischen Lohne 1) Geist, und 2) warum heilig genannt?

ihrer Arbeiten in das selige Vaterland hinübergernfen am25. Februar i. I. 779.

Antw. Sie wird 1) Geist genannt, um sie vonden zwei ersten Personen zu unterscheiden; sie heißt 2)Gebet. Heiliger Geist, du wahrer Gott, der vom heilig, weil sie selbst unendlich heilig ist und heiligVater und Sohne ansgeht, wir bitten dich um göttliche macht, indem der heilige Geist der Urheber unsrer Hei-Kraft und Erleuchtung, damit wir dem erhabenen Tugend- ligung und der Spender der übernatürlichen Gaben undbeispielc der heiligen Walburga Nachfolgen im Leben, ans Maden weßhalb der heilige Paulus schreibt (1. Cor.daß wir ihr dereinst auch Nachfolgen dürfen in die ewige n.). „J^- geheiligt im Geiste nnscrs Gottes."d-s Himm-I«, Am-», Ar, d-r GP dich dich«.

-— keit ganz besonders?

Antw. Er zeigt sie ganz besonders 1) in der ka-tholischen Kirche, indem er sie unsichtbarer Weise bis