Am Feierabende des 17. Februar.
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Würde eines Präfekts erhoben worden, ernstlich umihre Hand warb. Allein Jnliana war schon längstens,ohne Wissen ihrer (Eltern, eine Christin, und sagte nunfrei und offen, sie könne nur unter der Bedingung indie Heirath willigen, wenn Eulesins sich zum wahrenGlauben an Jesus Christus bekennen werde. Dieseuiwerinuthete Antwort schmerzte sowohl ihren Bränti-Mi, als ihre Eltern, die sic nun zu bewegen suchten,von ihren Gesinnungen abzustehen. Da aber Bittenund Drohungen, so wie harte Mißhandlung an ihrfruchtlos waren, so übergab sie der Vater dem Prä-fekten, der anfangs durch die zärtlichsten Ausdrucke einersinnlichen Liebe ihr Herz zur gleichen Neigung zu be-wegen suchte. Allein sie, die Gott vom ganzen Her-zen liebte, blieb auf dem schon gegebenen Worte, ihnnur dann zu ehelichen, wenn er an Christum glaube.Er antwortete, daß ihn dann der Zorn und die Rachedes Kaisers treffen würde. Da erwiderte Jnliana:„Wenn du vor einem sterblichen Fürsten zitterst, wiewagst du es, mich zu bereden, daß ich den Unsterblichenverläugnen soll?" Nun verwandelte sich die verschmähteLiebe des Präfekten in Rache. Aber weder das mitstählernen Spitzen beschlagene Rad, noch das um sieher angezündete Feuer, noch das Gefäß voll geschmol-zenen Bleies, in welches sie getaucht wurde, vermochtensie von der Anhänglichkeit an ihren göttlichen Heilandabwendig zu machen. Erst 18 Jahre alt, wurde sieim Jahre 304 enthauptet.
Gebet. Heilige Jungfrau und Märtyrin Juliana!bitte bei Gott für uns um die Gnade, daß wir ihmso treu und standhaft dienen mögen, wie du, und daßwir auf Erden schon recht oft im Geiste in die Höllehinabsteigen, auf daß wir nicht nach dem Tode hinab-gestiirzt werden. Amen.
Achtundvierzigstes Lesestück.
Am Feierabende des 17. Februar.
Die Auferstehung Christi; ihre Unläugbarkeit.
Fr. Was ereignete sich am dritten Tage nach demTode Jesu?
Antw. Am dritten Tage ist er wieder von den Tod-ten auferstanden, d. h. er hat, wie er es vorausgesagt,(3oh. 2, 19 — 21.), durch eigne Macht seine Seelewieder mit dem Leibe vereinigt und ist aus dem versiegel-ten Grabe glorreich und unsterblich hervorgegangen.
Belehrung. Als der Morgen am ersten Tage derWoche (d. i. am Sonntag) anbrach, da geschah ein großesErdbeben bei dem Grabe; denn ein Engel Gottes fuhr vomHimmel nieder, warf von dem Eingänge des Grabes den
Stein weg und setzte sich darauf. Die Wächter kamen vorSchrecken außer sich und waren wie todt. Und der Engel hoban und sprach zu den Frauen, die zum Grabe Christi gekom-men waren: Fürchtet euch nicht; denn ich weiß, daß ihr Jesumsuchet, der gekreuzigt worden ist. Er ist nicht hier; denn er ist auf-erstanden, wie er gesagt hat. Kommet und sehet den Ort,wo man den Herrn hingelegt hatte! Und gehet eilends hin,und saget seinen Jüngern, daß er auferstanden ist; und siehe!er geht vor euch nach Galiläa hin; daselbst werdet ihr ihnsehen. Siehe! ich habe es euch vorher gesagt." Und sie gin-gen eilends mit Furcht und großer Freude von dem Grabehinweg und liefen, um es seinen Jüngern zu verkünden.Und siehe! Jesus begegnete ihnen, und sprach: „ Seid gegrüßt!"Sie aber traten hinzu und umfaßten seine Füße und betetenihn an. Da sprach Jesus zu ihnen: „Fürchtet euch nicht!Gehet hin und verkündet es meinen Brüdern, daß sie nachGaliläa gehen! Daselbst werden sie mich sehen." Als diesenun hingegangen waren, siehe! da kamen Einige von den