Am Feierabende des 4. Februar.
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wurde er von den En-geln des Himmels, vonden Hirten ans demVolke Israel und vonden Weisen ans demMorgenlande angebe-tet ; am achten Tage nachseiner Geburt wurde erbeschnitten, wobei erden Namen Jesus er-hielt, am vierzigstenTage aber wurde erim Tempel zu Jeru-salem aufgcopfert. Hier-aus flüchtete» sich seineEltern mit ihm nachAegypten, um der grau-samen Hand des Herodes zu entgehen; nach dem Tode diesesTyrannen aber kehrte das göttliche Kind mit seinen El-
tern wieder zurück und wohnte in stiller Zurückgezogen-heit bis zu seinem dreißigsten Jahre in Nazareth.
Fr. Was that Jesus in seinem zwölften Lebensjahre?
Antw. In seinem zwölften Lebensjahre ging Je-sus mit seinen Eltern nach Jerusalem und blieb dort dreiTage im Tempel, um uns zu zeigen, wie wir Freudeam Gebete und am Unterrichte haben und gerne imHanse Gottes verweilen sollen.
Biblische Erzählung. Die heilige Geschichte erzähltuns diese schöne Begebenheit in folgender Weise: „Es gingendie Eltern Jesu alle Jahre nach Jerusalem auf das Oster-fest, und als Jesus zwölf Jahre alt war, reiscten sie, wiegewöhnlich, zum Feste nach Jerusalem; und da sie am Endeder Festtage wieder zurückkehrten, blieb der Knabe Jesus inJerusalem, ohne daß es seine Eltern wußten. Da sie abermeinten, er sei bei der Reisegesellschaft, so machten sie eineTagreise und suchten ihn unter den Verwandten und Bekann-ten; und da sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalemzurück und suchten ihn. Und es geschah, nach drei Tagenfanden sie ihn im Tempel, sitzend unter den Lehrern, wie erihnen zuhörte und sie fragte. Und es erstaunten Alle, dieihn hörten, über seinen Verstand und seine Antworten; undals sie ihn sahen, wunderten sie sich; und seine Mutter sprachzu ihm: „Kind, warum hast du uns das gethan? Siehe!dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht;" under sprach zu ihnen: „Warum habt ihr mich gesucht? Wußtetihr nicht, daß ich in Dem sein muß, was meines Vaters ist?"Sie aber verstanden die Rede nicht, die er zu ihnen sagte.Und er zog hinab mit ihnen nach Nazareth und war ihnen
unterthan; und seine Mutter bewahrte alle diese Wortein ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit undAlterund Gnade bei Gott und den Menschen." (Luk. 2 , 41 — 52 .)
Fr. Was soll hieraus insbesonders die christlicheJugend lernen?
Antw. Die christliche Jugend soll insbesonders hier-aus lernen willig gehorsamen, Freude am Gebete undam Unterrichte haben, gerne im Hause Gottes verwei-len und an Weisheit und Gnade wie an Alter zunehmcn.
Beispiel und Anwendung. Ein frommer Knabeerhielt einst ein Bild znm Geschenke, welches den göttlichenHeiland in seiner Kindheit vorstellte, wie er in seiner Rech-ten ein vor Liebe brennendes Her; trägt. Täglich trat ervor dieses Bild, nahm gleichsam sein Herz, verglich cS mitdem Herzen Jesu, indem er sich fragte: „ Ist mein Herz auchso, wie das heilige Herz Jesu? Bin ich auch dem KindeJesu ähnlich geworden? Bin ich so fromm und gehorsam,habe auch ich eine so große Freude am Gebete uud am Un-terrichte, verweile auch ich so gerne im Hause Gottes, dieneauch ich mit solcher Liebe Gott und den Menschen? Nehmeauch ich zu an Weisheit und Gnade wie an Alter?" Durchdiese fromme Uebung wurde aus diesem Kinde ein braverMann und ein treuer Diener Gottes. Sich', so sollen csalle Kinder, ja alle Christen machen! Betrachte daher auchdu, o Christ! recht olt das göttliche Kind Jesns und lernevon ihm alle Tugenden, die einen braven Christen vortrefflichzieren und für Zeit und Ewigkeit glücklich machen.
Fr. Was wissen wir noch weiter aus der Lebensge-schichte Jesu?
Antw. In seinem dreißigsten Jahre ließ sich Jesusvon Johannes im Flnße Jordan taufen, wobei ihn derhimmlische Vater öffentlich als seinen Sohn erklärte;hierauf begab er sich in die Wüste, um sich daselbst aufsein Erlösungswerk vorzubereiten, fastete vierzig Tageund Nächte, und wurde dann vom Teufel versucht, dener jedoch von sich trieb. (Matth. 4.) Nach dieser ernstenVorbereitung in der Wüste trat er öffentlich auf, gingüberall umher, that Wunder und beglaubigte seine gött-liche Sendung durch seine Lehre, seine Wunder und Weis-sagungen und^urch die Heiligkeit seines Lebens. —
Fr. Warum hat Christus dieses Alles gethan?
Antw. Um sich dadurch als unfern von Gott ge-sandten Erlöser und zugleich als unser Vorbild zur treuenNachahmung darzustellen.
Belehrung. Dadurch, daß der göttliche Heiland so außer-ordentliche Wunder wirkte uud künftige Dinge voraussagte,von denen kein Mensch noch Etwas ahnen konnte, zeigte ersich offenbar als den Gesandten Gottes, als Gott.
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