Am Feierabende des 31. Januar.
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bewunderungswürdige Geduld machte einen solchen Ein-druck auf ihre Peiniger, daß mehrere derselben sich zuJesus Christus bekehrten, und als Märtyrer ihr Lebenließen. Während die heilige Martina unter Anrufungdes hochheiligen Namens Jesu um Stärke in ihremLeiven und um treues Ausharren im Glauben und inder Liebe zu Gott flehte, entstand Plötzlich ein Erdbeben,welches die Tempel der Götzen umstürzte und ihre Bild-säulen zerschmetterte. Nachdem sie also den Kelch der gräß-lichsten Leiden bis ans die Hefe geleert hatte, endete siedurch Enthauptung ihr irdisches Leben, während ihre Seelebei ihrem Heilande das ewige begann um das Jahr 228.
Gebet. O heiliger Name Jesus! drücke dich einin unsere Herzen, auf daß wir dich stets andächtig ver-ehren und anrufen und in dir Trost und Stärke finden,wie die heilige Märtyrin und Jungfrau Martina; sei dieUeberschrift unsrer Seelen, damit selbe durch dich desHeiles würdig werden. Amen.
Eimmddreißigstes Lesestück.
Am Feierabende des 31. Januar.
Jesus Christus ist der eingeborne Sohn Gottes und unser Herr.
Fr. Warum heißt Jesus Christus der „eingeborneSohn Gottes?"
Antw. Weil er, als die zweite Person der aller-heiligsten Dreifaltigkeit, der einzige wahre und eigentlicheSohn Gottes, d. h. Sohn Gottes von Ewigkeit ist, EinerNatur und Wesenheit mit Gott dem Vater.
bekennen, daß Je-sus Christus derSohnGottesist;"also schreibt schon derh. Johannes (5, 5J.
Und wie deutlich istdiese Wahrheit auchsonst noch in der hl.
Schrift ausgespro-chen! Jesus Christuswurde der SohnGottes genanntschon von dem Engel,welcher der JungfrauMaria verkündete,daß'sie seine Mutter wer-den sollte. (Luk.1,35.)
Sohn Gottes wurde er von dem ewigen Vater genannt, sowohlbei der Taufe am Jordan, als auch bei der wunderbaren Ver-klärung auf Tabor. Als den Sohn Gottes erkannte ihnPetrus und erklärte ihn dafür im Namen aller Apostel, als ervon Christus gefragt wurde, was sie von seiner Person dächten.(Matth. 16, 16.) — In der That wird Nichts in den Büchernder Evangelisten und in den Briefen der Apostel häufiger' wie-derholt und eingeprägt, als dieses, daß Jesus Christusder Sohn Gottes sei. — Und wer könnte oder möchtewohl an dieser Glaubenswahrheit zweifeln, da für sie so vieleheilige Märtyrer Blut und Leben hingeopfert haben?
Belehrung. Zwar sind auch wir Kinder Gottes, abernicht von Natur und Ewigkeit her, sondern nur aus Gnadeangenommene. (Röm. 8, 14. 16.) Christus hingegen istder wahre und eigentliche Sohn Gottes, weil er vonEwigkeit her aus dem Wesen des Vaters gezeugt und EinesWesens und gleicher Natur mit dem Vater ist. Gott selbstsagt ja von ihm: „Du bist mein Sohn, heute (jetzt, vonEwigkeit her) habe ich dich gezeugt." (Hebr. 1, 5.) Die Artund Weise aber, wie Jesus, der Sohn Gottes vom Vatergezeugt ist, bleibt ein Geheimniß, und kein Menschenverstandkann dieß ergründen. „So wenig ein Maler," sagt der hei-lige Ephrem, „die Natur des Verstandes oder die Stimmedes Mundes in einem Bilde darstellen kann; denn Farbendrücken keine Stimme aus, ebensowenig können wir durch Ver-nunftschlüsse den Sohn Gottes und seine ewige Erzeugungaus dem Vater ergründen." Das aber bleibt ewig wahr:Christus ist wahrhaft der Sohn Gottes; „darinbesteht unser (der christliche) Glaube, daß wir glauben und
Mchlcr, Hausbuch.
Beispiel und Anwendung. Der große MärtyrerIgnatius, Bischof von Antiochien, legte vor dem heidni-schen Kaiser Trajan ein ebenso freimüthiges, als glänzendesZeugniß dafür ab, daß Jesus der Sohn Gottes sei.„Durch die Kraft Jesu Christi," sprach er, „der stets in mei-nem Herzen wohnt, obschon er in dem höchsten Himmel sei-nen Thron hat, zernichte ich alle Anschläge der Hölle. — Esist nur Ein Gott, der Himmel und Erde schuf, und desseneinzig gezeugter Sohn ist Jesus Christus." —„Verstehst du unter dem Sohne Gottes," sagte der Kaiser,„denjenigen Jesus, der zu Jerusalem durch den Urtheilsspruchdes Pontius Pilatus ist gekreuziget worden?" — „Ja, Erist's, Er ist der eingeborne Sohn Gottes, Ihn trageich in meinem Herzen," versetzte Ignatius. Und für diesenseinen Glauben gab er bereitwillig sein Leben hin. In die-sem Glauben mußt auch du leben und sterben, mein Christ!Mit dem heiligen Petrus mußt du bekennen: „Christus istder Sohn des lebendigen Gottes" (Matth. 16.); mußtes bekennen mit Mund und Herz, und dann wird dich aucheinst Christus vor seinem Vater bekennen, der im Himmel ist.
Fr. Warum heißt Jesus Christus „unser Herr?"
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