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Christkatholisches Haus- u. Familienbuch in Wort u. Bild
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Am Feierabende des 29. Januar.

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zu der Schlange: Weil dn dieß gethan, bist du verflucht unterallem Vieh und unter allen Thieren der Erde; auf deinerBrust sollst du gehen und Erde essen alle Tage deines Lebens.Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe, undzwischen deinem Samen und ihrem Samen; sie wird deinenKopf zertreten, und du wirst ihrer Ferse nachstellcn. — Undzum Weibe sprach er: Ich will die Beschwerden deiner Schwan-gerschaft mehren; in Schmerzen sollst du Kinder gebären undunter der Gewalt des Mannes sein, und er wird über dichherrschen. — Zu Adam aber sprach er: Weil du Gehör ge-geben der Stimme deines Weibes und von dem Baume ge-gessen, von dem ich dir geboten: Iß nicht davon! so sei dieErde verflucht in deinem Werke; mit vieler Arbeit sollst duessen von ihr alle Tage deines - Lebens! Dörner und Distelsoll sie dir tragen, und du sollst das Kraut der Erde essen!Im Schweiße deines Angesichtes sollst du dein Brod essen,bis du zur Erde wiederkehrest, von der du genommen bist!Denn du bist Staub und sollst zum Staube wiederkehren. . . .Und Gott der Herr machte Adam und seinem Weibe Röckevon Fellen und that sie ihnen an, und trieb ihn so aus demLustgarten, daß er die Erde baue, von der er genommen ist.Also trieb Gott den Adam hinaus und setzte vor den Lust-garten die Cherubim mit dem feurigen, zuckenden Schwerte,zu bewahren den Weg zum Baume des Lebens." — Wennder heilige Anselm diesen fürchterlichen Abschnitt in derheiligen Geschichte las, so rief er voll Entsetzen aus: „Ofurchtbare Veränderung! Von welchem Gut' in welches Ue-delü" Siehe, o Mensch! das waren die schrecklichen Folgeneiner einzigen Sünde! Solches Verderben brachte die Sündeaber unsere Stammeltern.

Legende: Der heilige Kaiser Karl der Große,(f 814.)

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Das Verderben, welches von jeher die Sünde überMenschen gebracht hat, erkennend, that Karl der Großdessen Gedächtnißtag auf den heutigen, den 28. Ja

fällt, alles Mögliche, um Sünden und Laster aus seinemReiche zu verbannen und die Segnungen des Christen-thums in demselben zu verbreiten. Zn diesem Zweckebeförderte er mit seltenem Eifer Künste und Wissenschaf-ten und sorgte für die Bildung seiner Unterthancn. Erberief gelehrte Männer an seinen Hof und würdigte sieseiner besonder» Freundschaft. Noch mehr that KaiserKarl für die Verbreitung und den Glanz der christlichenReligion. Er erbaute viele Kirchen, errichtete neue Bis-thümer und schickte Glanbensboten zu den besiegten heid-nischen Völkern. Auch viele Staatsgesetze gab er, dieans Veredlung der Sitten den wohlthätigsten Einflußhatten. Das herrlichste Denkmal seines frommen Sinneshat er gestiftet zu Aachen, wo er sich sehr gerne aufhielt. AmMorgen zur Zeit des hochheiligen Opfers und am Abende,ja nicht selten auch in den Stunden der Nacht besuchteer die Kirche. Besonders verdient ans seinein Leben diegroße Sorgfalt hervorgehoben zu werden, die er auf dieErziehung seiner Kinder verwendete. Die Prinzen leitete eran zu Leibes - und Kriegsübungen und zur Verwaltung derStaatsgeschäfte; die Prinzessinen aber zu den häuslichenArbeiten, deren sich in jenen Zeiten auch die Vornehm-sten nicht schämten. Im Jahre vor seinem Tode nochgab er Beweise, wie sehr er beseelt sei für seiner Nnter-thanen geistiges und zeitliches Wohl. In vier verschie-denen Städten nämlich mußten die Bischöfe und Aebteseines Reiches Zusammenkommen, und Alles aufs Genauesteerwägen, was zum Beßten der Kirche, zur Förderungdes Unterrichts des Volkes in der Religion und zur Aus-rottung der Laster dienen könnte. Karls einzige Be-schäftigungen waren am Abende seines Lebens: Beten,Almosen geben und Bücher verbessern. Den größtenTheil seines beweglichen Vermögens wandte er durch seinTestament den Kirchen und Armen zu. Er starb imJahre 814, im siebenzigsten Jahre seines Lebens.

Gebet. Wir bitten dich, o Herr! laß uns dieAbscheulichkeit und das Verderben der Sünde recht er-kennen, auf daß wir, wie dein heiliger Diener, der großeund fromme Kaiser Karl, mit allem Eifer die Sünden undLaster in uns und Andern auszurotten trachten. DurchChristum unfern Herrn. Amen.

Neilmmdzwanzigstes Lesestück.

Am Feierabende des 29. Januar.

Von der Erbsünde.

Fr. War diese Sünde Adams auch seiuen Nach,kommen schädlich?

Antw. Ach ja; denn diese traurige Sünde vererbtesich von ihm als Stammvater mit allen ihren traurigenFolgen auf seine Nachkommen; daher heißt sie auch Erb-ar sünde.

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