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Christkatholisches Haus- u. Familienbuch in Wort u. Bild
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Am Feierabende des 21. Januar.

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Heiligen Gottes; denn sie dachten an die göttliche Gerechtig-keit. Möchtest auch du, o Christ! von einer so heilsamenFurcht vor der göttlichen Gerechtigkeit durchdrungen sein, undstets an die Mahnung des göttlichen Heilandes denken, derda spricht:Fürchtet euch nicht vor Denen, die den Leib töd-ten, aber die Seele nicht tödten können; sondern fürchtet viel-mehr Denjenigen, der Leib und Seele in's Verderben der Höllestürzen kann!" (Matth. 10, 28.) Von diesen Wortendes göttlichen Heilandes war auch lebhaft durchdrungen jenerHeilige, dessen Lebens- und Leidensgeschichte uns heute erzähltwird in der

Legende: Der heilige Sebastian,(f 288.)

iartyrer.

forderte ihn auf, dem Christenthnme zu entsagen. Se-bastian erklärte, daß er nie treulos gehandelt, sondernstets bemüht gewesen sei, das Wohl des Staates zu be-fördern, daß er aber Bildsäulen nicht für Gottheiten an-sehen und ihnen Opfer oder Gebete nicht darbringen könne.Entrüstet über solche Antwort, befahl der Kaiser, denBekenner an einen Pfahl zu binden und mit Pfeilen zutödten. Von Pfeilen durchbohrt, sank der Heilige zu Boden,und für todt gehalten verließen ihn die Soldaten. Einefromme Wittwe, die des Nachts gekommen war, ihn zubegraben, aber noch Leben in ihm fand, brachte ihn heim-lich in ihre Behausung, wo er bald wieder vollkommenhergestellt wurde. Er verbarg sich nicht, sondern trat vorden Kaiser und verwies ihm sein Verfahren gegen die

unschuldigen Christen. Neuer-dings ward Sebastian er-griffen, in die Rennbahn ge-führt und dort so lange ge-schlagen, bis er den Geist anf-gab. Dieß geschah im Jahre288.

Gebet. Heiliger und ge-rechter Gott! verleihe uns Kraftund Stärke, damit auch wirden Weg der Heiligkeit wan-deln, und erfülle uns mit hei-liger Furcht vor deiner gött-lichen Gerechtigkeit, auf daßauch wir, wie St. Sebastian,nicht Diejenigen fürchten, dienur den Leib tödten können,sondern dich, der du Leib undSeele in's Verderben der Höllestürzen kannst! Um dieß bittenwir dich, durch Christum un-fern Herrn. Amen.

Dieser Heilige stammte aus einem vornehmen Ge-schlechtc in Gallien und wurde zu Mailand erzogen. Früh-zeitig widmete er sich dem Kriegsdienste und kam um dasJahr 283 nach Nom. Daselbst zeichnete er sich alsbaldso sehr aus, daß ihn der Kaiser zum Befehlshaber einerAbtheilung seiner Leibwache ernannte. Von Jugend aufdem Christenthnme ergeben, erwies Sebastian den ver-folgten Glaubensbrüdern alle Liebesdienste und ermun-terte sie zur Standhaftigkeit. Der Kaiser, ein Verfolgerder Christen, war darüber erzürnt, überhäufte den Hei-ligen mit Vorwürfen wegen Verachtung der Götter und

Eilmildzwanzigstes Lesestück.

Am Feierabende des 21. Januar.

Gott ist gütig, barmherzig und laugmüthig.

Fr. Was heißt das: Gott ist gütig?

Antw. Es heißt: Gott überhäuft uns mit unzähli-gen Gütern und Wohlthaten für Leib und Seele, mitLeben, Gesundheit, Speise, Trank, Kleidung und Al-lem, was wir sind und haben.