Am Feierabende des 15. Januar.
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mählig wieder zu Kräften, so daß Beide nach Nola zurück-kehren konnten. Bald hierauf starb der greise Bischof, undFelix sollte ihm ans dem bischöflichen Stuhle folgen;allein er weigerte sich standhaft und diente als einfacherPriester Gott dem Herrn treu bis an seinen Tod. Er starbselig im Herrn im Jahre 256, nachdem er Segen verbreitethatte weit umher in der ganzen Umgegend von Nola;noch sterbend bekannte er seinen heiligen Glauben.
Gebet. Heiliger Felix von Nola! bitte bei Gottfür uns, auf daß wir so treu und standhaft, wie du,unfern heiligen Glauben bekennen und im christlichen Glau-bensbekenntnisse leben und sterben. Durch Christumunfern Herrn. Amen.
Fünfzehntes Lesestück.
Am Feierabende des 15. Januar.
Erster Glaubensartikel:
„Ich glaube an Gott den Vater, allmächtigen Schöpfer Himmelsund der Erde."
„Ich glaube an Gott" oder von Gottes Dasein.
Fr. Warum beginnt das apostolische Glaubensbe-kenntniß mit den Worten: „Ich glaube an Gott"?
Antw. Weil wir ohne den Glauben an Gott keinemandern Glaubenssatze beipflichten können; denn „wer zu
Mehler, Hausbuch.
Gott kommen will, muß glau-ben, daß er ist." (Hebr.11,6.)
Fr. Gibt es aber einenGott? Und woher wissen wirdas?
Antw. Ja, es gibt einenGott; davon können wir unsüberzeugen: 1) durch die Na-tur, 2) durch uns selbst, 3)durch die göttliche Offenbar-ung, 4) durch das Zengnißaller Völker und selbst derGottesläugner.
Belehrung. „In viergoldenen Spiegeln schauen wirdie Gottheit," sagt ein christ-licher Lehrer der Neuzeit: „imSpiegel der Natur, im Spie-gel des G e w i s s e n s, im Spie-gel des Evangeliums undim Spiegel der Geschichtealler Völker. Wem diese vier Spiegel nicht genügen,darin den Ewigen zu schauen, der gleicht dem Menschen, derseine Augen vorsätzlich den Strahlen der Mittagssonne ver-schließt und dann behauptet, es sei Mitternacht." — GottesDasein also beweist uns 1) die ganze Natur; sie istein aufgeschlagenes Buch, aus dem jeder Mensch die großeWahrheit herauslesen muß: „Es ist ein Gott." Alles, waswir da sehen, Himmel und Erde, Land und Meer, Allesruft uns zu: „Es ist ein Gott." „Frage die unvernünfti-gen Thiere," sagt Job (12, 7.), „und sie werden es dichlehren; und die Vögel des Himmels, und sie werden es diranzeigen; rede mit der Erde, und sie wird dir antworten;und die Fische des Meeres, und sie werden es dir erzählen.Wer weiß es nicht, daß die Hand des Herrn dießAlles erschaffen hat?" — „Ja, betrachten wir, waswir wollen," sagt der heil. Hieronymus, „aus jedem Ge-schöpfe leuchtet Gott als der Schöpfer hervor, wie ans jedemBilde oder Kunstwerke auch die Hand des Künstlers ersichtlichist." — Gar schön erklärt dieß der heil. Augustin ineinem Gleichniß von der menschlichen Seele, die in einemJeden aus uns ist. Keiner von uns sieht die Seele einesAndern; denn als ein purer Geist ist sie unsichtbar. Dochweil ihr sehet, daß ich mich rühre, bewege, rede, stehe, gehe,wie und wann ich will, so erkennt ihr daraus, daß in mir
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