Am Feierabende des 8. Januar.
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nach Throl, wo er in der Gegend von Meran ein empfäng-licheres Erdreich fand. Hier sammelte er bald eine zahl-reiche Gemeinde zum Preise des Herrn und zu seinemeigenen Tröste. Im Jahre 470 ging er getrost und freudigin die Ruhe des Herrn ein — zu Matsch in Throl; denner starb als ein eifriger Arbeiter im Weinberge des Herrnund als ein treuer Sohn der heiligen katholischen Kirche.
Gebet. Gib, o Herr! daß auch wir als deineeifrigen Diener an unserm Heile arbeiten, so lange esTag ist, und als treue Kinder deiner heiligen Kirche, wieder heilige Bischof Valentin, leben und sterben mögen.Durch Christum unfern Herrn. Amen.
Achtes Lesestück.
Am Feierabende des 8. Januar.
Von der Bedeutung und Größe des Glaubens.
Fr. Was muß demnach der katholische Christ über-haupt glauben?
Antw. Er muß Alles unbezweifelt glauben, was Gottgeoffenbaret hat, und die katholische Kirche zu glauben vor-stellt, es mag dasselbe in der heiligen Schrift stehen oder nicht.
Belehrung. Wir haben aus den bisherigen Lektionenersehen, daß sich uns Gott in seiner Liebe geoffenbaret hat,daß diese göttliche Offenbarung theils schriftlich, theils münd-lich auf uns gekommen ist, und daß sie stets rein und unver-fälscht in der heiligen katholischen Kirche erhalten wird. Derwahre katholische Christ muß daher Alles unbezweifelt fürwahr halten, was Gott geoffenbaret hat, und wasdie katholische Kirche zu glauben vorstellt, es sei
Mehler, Hausbuch.
geschrieben oder nicht. Die wesentlichen Merkmale einesRechtgläubigen sind demnach folgende drei: 1) Er glaubt Allesohne Ausnahme, was immer Gott der Herr in seiner Liebezu unserm Heile geoffenbaret hat, gleichviel, ob es schriftlichaufbewahrt, oder mündlich überliefert worden ist. —- 2) Erempfängt mit kindlicher Dankbarkeit die göttliche Offenbarungaus der Hand der katholischen, allein wahren Kirche Jesu, undnimmt sie genau in dem Sinne an, in welchem diese unfehl-bare Kirche sie versteht und auslegt. — 3) Dicß Alles glaubter wegen der untrüglichen Wahrhaftigkeit Gottes mit uner-schütterlicher Festigkeit, ohne dem mindesten Zweifel dagegenfreiwillig in seinem Herzen Rauni zu geben. — Würde unseremGlauben ein einziges dieser Merkmale fehlen, dann wäre erschon nicht mehr der rechte und seligmachende Christenglaube.
Beispiel und Anwendung. Einen rechten und selig-machenden Christenglauben hatte z. B. der heilige Augustinus;daher rief er aus: „Ich glaube sogar auch Das, was ich nichtbegreife, weil es Gott, die ewige Wahrheit, geoffenbaret, und dieheilige katholische Kirche, diese Säule und Grundfeste der Wahr-heit, es zu glauben vorgestellt hat. Ich würde eher zweifeln, daßich lebe, als daß Jenes nicht wahr sei, was ich (als WortGottes ans dem Munde der Kirche) vernommen habe." Sohaben von jeher alle wahren Katholiken geglaubt; so mußt auchdu glauben, o Christ! wenn du ein wahrer Katholik sein willst.
Fr. Ist der katholische Glaube ein großes Glück?
Antw. Jawohl, das größte, welches dem Menschenauf Erden zu Theil werden kann; er ist ein überna-türliches Licht, eine Gabe Gottes, eine vonGott uns eingegossene Tugend.
Belehrung. Derkatholische Glaube istein übernatürli-ches Licht; „derGlaube ist, wie eineLampe," sagt der hei-lige Chrysosto-mus; „wiedieLampedas Haus, wo sie ist,erleuchtet, so erleuch-tet der Glaube dieSeele, damit sie er-kennt." Und wie diekörperliche Sonne dieirdische Nacht ver-treibt, und uns dieSchöpfung Gottes inihrer Schönheit sehenläßt, so verdrängt die geistige Sonne des Glaubens die
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