Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
151
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Durchschlag, s. Dorn.

Durchschieber des Scharnierstifts,

S ch a r n i e r st i fk ö d u r ch sch i e b e r. So nennt man einsimpeles Instrument, welches aus einem Stücke Stahl be-fiehl, das mir dem einen Ende in ein Heft geschlagen, an demandern stach geschliffen ist. Er dient den Scharnierstift(s. diesen) in das Scharnier zu schieben.

Durchsichtige Uhren, DurchbrocheneUhren, LU jour. So nennt man

diejenigen Uhren, besonders Taschenuhren, in wel-chen sogleich, bey Oefnung der Uhr in ihrem Ge-häuse, alle Räder, die Feder, Spiralfeder u. s. w. sicht-bar stnd. Es ist nämlich die ganze Klobenplatte der Uhrst durchbrochen, daß sieh nur noch etwas davon um denZapfenlöchern herum befindet; und damit diese Zapfenlö-cher einigermaßen Festigkeit haben, so sind beym Durch-brechen der Platte Stäbe von einem Zapfenloche zum an-dern stehen geblieben, welche man mit allerley Verzierun-gen z. B. mit Laubwerk u. d. gl. versehen hat. Statt desFederhau-deckels werden nur kreuzweiö gelegte Schenkelüber die Feder in das Federhaus gesprengt (s Einspren-gen) in deren Durchschnittöpunkte das Zapfenloch für denZapfen des Federstifts gebohrt ist. Der Unruhkloben,nebst Stellscheibe und Flügel der Stellung, ist ebenfallsauf die Art durchbrochen, so daß man die Spiralfedergenau sehen kann.

Daß die durchsichtigen Uhren ganz zweckwidrige Ma-schinen sind wird gewiß ein Jeder einsehen, s. Durch-brach c n e A r b e i t. Wenn bloß der Unruhkloben, damitman genau die Spiralfeder sehen könnte, stark durchbro-chen, diese durchbrochene Stellen aber mit einem hellenGlase ausgefüllt wären; so wäre die Methode der Durch-sichtigkeit nicht zu verachten; denn man könnte nun leichtsehen, ob nicht die Krümmung der Spiralfeder, etwadurch das Stellen, verändert, oder ob sie aus ihrer Klam-mer im Rückklöbchen gewichen wäre, u. s. w. Das inden Kloben eingesetzte durchsichtige Glas schützte alsdann