Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
66
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A u f

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Aufziehzapfen, s. Schneckenzapfen.

AUfziel) l 0 ch, ist das Loch im innern Gehäuse derenglischen oder in dem Zieferblatt der französischen Uhren,durch welches der Aufziehzapfen geht; bey den englischenUhren ist dies Loch leicht zu machen; bey' den französischenaber erfordert es viele Behutsamkeit, s. Zieferblatt.

Aufziehezapfröllcheii, Trichter, Lnton-nc, ir, ist ein kleines concav gedrehtes, und in der con-caven Seite gut polirtes Stück Messing oder Stahl, indessen Mittelpunct ein viereckichtes Loch geschlagen ist, da-mit man es auf den Schneckenzapfen stecken kann. Esdient als Schmuhbüchschen, den in das Aufziehelochgefallenen oder mit dem Schlüssel hineingekommenen Un-rath aufzufangen, welcher sich darin sammelt, so daß ernicht zwischen den Schneckenzapfen kommen kann. Dadieses Röllchen in dem Aufziehloche hervorschimmert, sogiebt es zugleich mit eine Zierde ab.

Aufziehgesperre, s. Gesperre.

. Aufzugsrad, s- Aufziehen.

Aufzugsgetriebe, f Aufziehen.

Aufzug. So wird die Einrichtung der Theile derUhr genannt, woran man das Aufziehen verrichtet. DerAuszug der Taschenuhren geschieht auf zweyerley Art: aufenglische oder französische. Bey ersterer geht derAufziehzapfen durch die Klobenplatte uud das Gehäuse;bey letzterer durch die Pfeilerplatte und das Zieserblakt. Eskömmt nun darauf an zu untersuchen, welche Art die vor-theilhafteste ist.

Meiner Meynung nach, so wie auch Mehrere Kunst-verständige dies behaupten, verdient erstere vor letzterer vie-len Vorzug. Bey der französischen Art fallen erst folgendeUnbequemlichkeiten vor: der Deckel des Gehäuses ist beymAufziehen oft hinderlich, weshalb man nur sebr langsamund behutsam aufziehen kann. Oft stehen die Zeiger überdem Aufziehloche, so daß man sie erst verschieben, oderder Unbequemlichkeit ausgesetzt ist das Aufziehen so langeaufzuschieben, bis die Zeiger das Aufziehloch verlassenhaben.