Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
40
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rad und Steigrad eingesetzt hatte; man lege obiges StückPapier zwischen das Schwungrad und seinen Kloben, unddarauf drehe man das Schwungrad so weit nach der einenSeite hin bis der eine Spindellappen eben einen Steig,radszahn verlassen will; nun mache man in unverrückterLage des Schwungrades ein Zeichen an dasselbe unmittelbarunter dem Merkmale am Kloben, alsdann drehe man dasSchwungrad auch nach der andern Seite hin, ohne daßebenfalls der Lappen den Zahn des Rades verlaßt, undbemerke den Punct des Schwungrades unter dem Merk.male des Klobens. Nunmehr nehme man den Raum,vom Anschlagestift an bis an eins der eben erhaltenenMerkmale an dem Schwungrads, zwischen den Zirkel; mitunverrückter Qefnung desselben gehe man zu der Platte,auf welche der Stellungsflügel geschraubt ist; man sehedie eine Spitze des Zirkels in den auf der Platte angemerk.len Punkt, während man mit der andern Spitze schwacheStriche auf dem Stellungsfiügel zieht; so geben dieseStriche an, wieviel noch muß von dem Flügel gefeilt wer-den, damit die Unruhe ihren vollkommnen Bogen beschrei-ben kann.

Anschlagstift wird auch oft der am Anschlagradedes Schlagswerks befindliche Stift genannt, s. An-schlag r a d.

Anschlagrad, Warnungsrad, Fangradist dasjenige Rad in einem Schlagwerke, welches dasSchlagwerk hindert, daß es nicht immer in Bewegungseyn kann, indem ein Stift, welcher an diesem Rade be-findlich, das Schlagwerk so lange aufhält und zu schlagenverhindert, bis der Wechsel des Schlagwerks mit seinemStifte den Arm der Auslösung in die Höhe hebt, und zu-gleich den diesen Arm berührenden Hebel oderDrath zurück-stößt, wodurch der Stift des Anschlagrades zugleich mitfortbewegt wird. Das Schlagwerk bekömmt nunmehrFreyheit sich zu bewegen, das Hebnägelrad ergreift mitden Hebnägeln die Feder des Hammers und nun kann dieUhr schlagen. Das Anschlagrad läuft bey jedem Schlageeinmal herum, folglich fällt der Stift nach jedesmaligem