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vermißt der Herr einstens seinen Kater, da er eben im Begriffe war,eine Stunde weit über das Schnecfeld nach einer Kirche in die Christ-metten zu gehen, und verwundert, daß der Kater bei der strengenKälte noch Geschäfte außer dem Hanse haben sollte, machte er sich aufden Weg. Nachdem er unter allerlei Gedanken eine halbe Stundeweit durch die kalte sternhelle Winternacht gegangen, hörte er einwunderliches Gcschnurre, dem er sich nähert, und sieh da! auf einemkahlen, einsamen Baume tanzen vor ihm unter seltsamen Melodien eineMenge Katzen, und Mores, sein Kater, sitzt ernsthaft oben in derSpitze und bläst den Dudelsack dazu. Dem Slavonier kommen wunder-liche Gedanken, und schon reißet ihn die Musik hin und er muß mit-tanzen, bis die Kirchenglocke über das Feld tönt und die Katzen plötz-lich, wie tausend Teufel von dem Baume herunter und über den gutenTänzer wegfahren, der nun zu Sinnen kommt und eilig nach derKirche läuft. Als er nach Hanse gekehrt, nach schweren Träumen denandern Tag erwacht, liegt Mores, der verdächtige Serenadische Katzcn-Bassa, ganz ruhig auf dem Stuhle neben seinem Bett,, als wenn garNichts Passirt wäre. Der Slavonier, über diese Heuchelei noch mehrergrimmt, redet ihn scharf mit den Worten an: „Nun, Herr MorcS,wie hat der (Iau52i>t geschmeckt, wie ist das Declamatoriumausgefallen? Jetzt weiß ich, wie ich mit Ihnen daran bin, und ichwerde Ihnen mit einem ckegennor ä In loureliotto aufwarten!" Nachdiesen Worten griff der Slavonier nach einer Heugabel, die nebenseinem Bette stand, und wollte den Künstler spießen, dieser aber kamihm zuvor und schwang sich dem Slavonier würgend um den Hals,bis seine herzugelanfenen Knechte den verdächtigen Nachtmusikantenauf seinem Herrn mit ihren Säbeln in Stücke hieben. Die Knechtelegten ihn hierauf in Essig und wollten ihn als einen Hasen an einencurioscn alten Wildprcthändlcr über der türkischen Grenze verkaufen,aber als sie hinkamen, fanden sie dessen Frau weinend, daß sie ihrenMann, der seit langer Zeit abwesend gewesen, am Christtagmorgcnmit Säbelhieben zerfetzt im Bette todt gefunden habe, wornach sich zuachten. Dieses Mährchcn hat einen eigenthümlich localen, einsamen,schauerlichen Charakter.
S. 285. Die Bräute mancher slavischen Stämme brachtenihrem Manne nichts, als eine Kuh znr Aussteuer.
S. 285. 2 °) Das ist eine Pracht bei der Nacht! Pflegtman in Böhcim scherzhaft von schlechtem Putze zu sagen.
S. 289. Bei manchen slavischen Stämmen versammeln sich die