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Nach mir hat keine hier als Sie gestanden,
Nach Ihr wird keine mehr, gleich Ihr, hier gehen,
Der um die Stirn sich Schicksalssterne wanden,
Der unterm Fuß die Quellen lauschend stehen,
Der aus des Schleiers frühen TrauerbandenDes heil'gen Orients Geisteraugen sehen,
Die höchste slav'schen Stamms, die tiefe, helle,
Fleht hier um Sieg und Fried' an Prag, der Schwelle.
So sprach Libussa hingewandt nach Norden.
Verheißend lag ein Schein, dem Pol entsprühend,
Es stieg der Tag ihr auf aus Doppelpforten,
Der Tag des Himmels aus dem Osten frühend;
Und der Geschichte Tag, der reif geworden,
Stieg uns im Nordschein auf so racheglühend,
Und mit dem Wort: „Ich grüß dich, ernste Taube!"Zerfloß der Seh'rin Bild, ich lag im Staube.
Geschichte.
Vom Berge stieg ich nun auf blüh'nden Wegen,Und sah die Stadt zu lautem Fest sich schmücken,In Waffenzierde Bürger sich bewegen,
Und fröhlich bunt sich über Straß' und BrückenGeputzte Neugier an die Sonne legen,
Und in den Fenstern und den Hallen drücken,Einzogen unterm Donner der KanonenFrommfeierlich des Sachsenthrons Personen.