Sibyllische Worte»
Der Freiheit Arche wogt auf Sündfluthmeeren,Geschleudert hoch zum Nord von Schicksalsstürmen,Ihr folgt ein Geist, mit list'gen ZauberspeerenPeitscht er die Fluth, und füllt sie mit Gewürmen,Auskämmend sich anf ganzen Leichenheeren,
Verlangt sein Fnß, den Weltthron aufzuthürmen,Zur letzten Schwelle noch nach einem Sarge,
Worin Verzweiflung ringt, nach jener Arche.
Doch, als schon an des Nordsterns alter FesteDes Weltzorns himmelschrei'ude Fluthen branden,
Ist auch verjünget aus dem FeucrnesteDer nord'sche Adlerphönix neu erstanden.
Als er zum Pol schreit: „Mach den Feind mir festeErstarrt die Brandung in des Winters Banden,
Und durch zerrissnex Wogen krause FelsenFlieht schwer der Geist auf goldnen Zauberstelzen.
Ein Wintergarten, daß die Welt erstaune,Erstarrt sein wildes Heer im Waffentanze,Eisblumen schimmernd in krhstall'scher LauneBeleuchtet von des Mordbrands blut'gem Glänze,Drin ragt des Feindes Fama ohn' Posaune,Emporgespießt auf leichter Reiter Lanze,Nilmesser, Vogelscheuche, Siegcsterme,
Eisbienen schwärmen drum, Kosackenschwärme.