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Der Bildner reich au Kunst und arm an Golde,Weil er nicht falsche Götzen bilden wollte;
Ich blieb bei ihm, der Meister ließ die Kelle,
Ergriff den Meißel, und ward sein Geselle.
Doch als der falsche Dienst sich immer mehrteUnd Götzen man von Theophil begehrte,
Ließ der Thränn ihn auf sein kühnes Sprechen:„Nicht mag ich bilden, was ich nicht mag sehn!"Die frommen Augen aus dem Haupte brechen.
Nie wird sein Jammerbild mir untergehn!
Lobsingend sah den Märtyrer ich sterben,
Sein Haus, sein Töchterlein blieb mir, dem Erben.Die Jungfrau wuchs in Trauer mir heran,
Und fühlte bald des frommen Lebens BahnIn festem Will' zum heil'gen Ziel gewendet,
Die Blinden, die den Vater ihr geblendet,
Zum Lichte ihres Glaubens treu zu führen;
Und schon begann der Feind nach ihr zu spüren,
Da folgte sie mir auf mein heißes BittenZur fernen Hcimath; viel hat sie erlittenAuf weiter Reise, manchen Sieg erstritten,
Zu zeigen euch des cw'gen Gottes Licht,
Und, wenn ihr Aug', eh' als die Nacht, hier bricht,Auf dieses Land zu strahlen vor dem Herrn,
Der Böhmen namenloser Glanbcnsstern!
Libussa.
In edler Kühnheit deine Lippe spricht,
Doch scheint mir, unsre Götter ehrst dn nicht!
A a rch >1.
Wer ist der Gott, um den ihr Vater starb,
Um den sie selbst so hohes Ziel erwarb!