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6 (1852) Die Gruendung Prags
Entstehung
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350
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3SV

Der ewige, der güt'ge Gott der Gnaden?

O eile, eile, süßes Maienlicht!

Beschlossen ist es, Herr, in deinem Rath,

Zum Tod ging Trinitas den weiten Pfad,

Dem Glauben soll im rauhen Land der ChechenDies Herz ohn' eines Christen Anblick brechen.

O heilige mich, Herr, mit guten WerkenDen einsamen, verwaisten Tod zu stärken.Barmherz'ger Gott! erbarm dich deiner Magd,Laß deines Todes sie theilhaftig werden,

Lab sie aus deinem Kelch, wenn sie verzagt.Dein Will' gescheh' im Himmel wie auf Erden!O eile, eile, süßes Maienlicht,

Der Tag, der anbricht, meine Tage bricht!

Hllhaijuta (aus der Hütte hervortretend).

Zum Juterbog erhebst du dein Gebet,

Da noch Triglawa an dem Himmel steht?

O nimm der Göttin nicht, was ihr gebührt,Daß sie nicht zürnt und dich zum Tode führt!

Trinitas.

Wer sind die falschen Götter, die du nennst?

Hubaljuta.

^ Die weisen Götter, die du nicht bekennst.Triglawa ziehet hin auf schwarzem Rosse,

Und trägt den Mond im Arm, der ihr Genosse.Hat sie zurückgelegt des Laufes Bahn,

Führt Juterbog das rothe Roß heran,

Der Morgenröthe Gott, der Maienheld,

Er gießt des Segens Thau auf Flur und Feld.Sprich, kann dein Pelikanus in GewitternWie Peron blitzend auch die Eichen splittern?