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6 (1852) Die Gruendung Prags
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Tief unter mir, wie sturmgepeitschte MeereSich wälzen und zum zorn'gen Himmel brausen.

Es hebet mich hinan die WolkenheereUmtoben wiegend mich auf allen Stürmen,

Zerrissen durch des Lichtes SonnenspeereUmziehn sie mich gleich schrecklichen Gewürmen!

Hinan, hinan, schon grüßt von blauen ThürmenMich das Gestirn, am hohen HimmelshausGlüht roth der Mond; ich seh dich, Primislaus!

Ich sehe Böheim, dir liegt es zu Füßen,

Wie eine blut'ge Stierhaut vor dem Riesen.

Da sinket eine schwarze Wolke nieder

Sie trennet nns, leb wohl, ich seh dich wieder,

Wenn einst in Wuth, in Blut zerrinnt der Traum,

Sehn wir uns an des Traumes blut'gem Saum! (Sie erstarrt.)

P r i IN i s l n II

Bist du von Sinnen, bist du nur berauscht?

Lado gab alle Liebesapfel, dir,

Kraft, Schönheit, Zucht und lockende Begier,

Mit Zauberäpfeln hast du sie vertauscht.

Von Bilsen, Schierling, Alrun Zwratka bildetDie bösen Früchte, die dich so entbildet.

Was starrest du mich an? sie schweigt, sie lauscht?

Du Zaubersünderin, von dannen weiche,

Dein gottlos Nachtwcrk hier zu Tag nicht stelle,

Entweihend mir den Segen meiner Schwelle!

Nicht rührt sie sich starr, kalt, wie eine Leiche

Am blut'gcn Saum des Traums seh ich dich wieder,"Sprach sie. Weh! Unnatur der böhm'schen Dirnen!

Du träumest unter wankenden Gestirnen,

Und weckend fällt ein Stern einst auf dich nieder.

Der Wahnsinn, der im Schlafe gräßlich lacht,

VI. 22