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6 (1852) Die Gruendung Prags
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Laschn.

Wie tief o Erde tief ist deine Nacht! (Entschläft.)

P i> ch l a.

Sie schlummern, Trinitas, nimm dich in Acht,

Daß keine du erweckst, komm still heran,

Tritt knirschend nicht auf die zerstreuten Kohlen,

Behutsam schreite her auf leisen Sohlen,

Schau dir des Krokus ernste Töchter an.

Trinitas

(tritt im himmelblauen Mantel und rothen Gewand aus der Hütte, sie trägtdrei kleine goldene Figuren in der Hand).

In bösen Zauberschlaf sind sie versenkt,

Und ihre Seelen spielen mit Gesichten.

Tetka! die hohe Stirne, strahlt und denkt,

Als müßte sie mit Engeln Psalmen dichten;

Das fromme Herz seh ich in Liebe pochen,

Die nie der ernste Mund noch ausgesprochen.

Kascha! tiefsinnig senket sie die Brauen,

Als wollte sie der Blumen Hauch belauschen,

Der Steine Wachsthum in dem Abgrund schauen,

Als höre sie lichtfremde Quellen rauschen.

Libussa! leuchtend Antlitz voller Klarheit!

Im Lebensspiegel lachet so die Wahrheit,

Aus Augen, die der Schlummer zu gethan,

Schaut offen mich die helle Seele an!

P a ch t a.

Warum so festlich, Trinitas, geziert?

Trinitas.

Weil Zierde sich vor Fürstinnen gebührt.

O selig bin ich, daß ich Menschen finde!

So lange ist's, daß Menschen ich erblickte,

Daß einem Bettler, einem blinden KindeZu Ehren selbst ich mich so festlich schmückte,