Druckschrift 
6 (1852) Die Gruendung Prags
Entstehung
Seite
270
Einzelbild herunterladen
 

27 «

Fi b u ssa.

So bleibet mir des Sohnes Tod zum Guß.

Schür' deine Gluth, ich muß mich niedersetzen,

Ermüdet bin ich ganz, und voller Angst,

Noch fühle ich das nächtliche Entsetzen.

(Sie setzen sich an die Erde.)

Lasch«.

So nach dem Licht des Traumes du verlangst,

Sei's nicht des Schlummerapfels böser Geist,

Der dich mit Zauberei zum Abgrund reißt,

Nimm diesen Trank, der dich mit Ruhe deckt,

Und heilige Gesichte dir erweckt. (Sie reicht ihr ein Trinkorhn >

Filiussa.

O möchte einen Liebestrank ich trinken!

T c t k a.

Des Mannes Bild soll dir zur Seele sinken,

Zch trinke auch.

Lasch a.

Zch wache nicht allein,

Wir wollen selbst im Traum vereinet sein.

L i b u s s a.

Ihr Götter, zeigt Libussen den Gemahl,

Gebt mich nicht preis der wilden Männer Wahl,

O lasset lieber mich jungfräulich sterben,

Als in verhaßter Liebe Arm verderben.

Ich sah wohl einen, einmal, es war hier,

Ein stiller Mann, ein Hirt, er sprach zu mir:

Libussa, Herzogin "

T e l k a.

Sie schläft. EinSinkt auch vor mir, o Mond, o Stcrnenfeier!

(Sie entschläft.)

Schleier

(Entschläft.)