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O Kunst des Federviehs! den Hals gestreckt,
Den leeren Gänseblick in blaue Ferne,
Sieht sie das Buch der Zukunft aufgedeckt,
Und hält die Sterne wohl für Haberkerne,
Bis mit Geräusch ein Hofhund sie erschreckt.
Sie weiß kaum mehr, als nur zur Nacht die SterneNoch auch Wohl sagen, wollt auf ÜbermorgenZch gern für ungelegte Eier sorgen.
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Doch weissagt sie, und was sie weissagt, trifft.
Nicht mindert ihre Kunst des Neides Gift,
Ihr machet sie nicht kleiner, als sie ist.
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O Wlasta! willst du ewig blind denn sein?
Daß dn nie größer werdest, als du bist,
Weil du es kannst, hat dich dies Weib alleinSo ganz bcthört mit ihrer armen List,
Zu spät siehst dn einst deine Thorheit ein;
Denn in der andern Schwestern klugen ReihenIst sie die Schwächste gar von allen dreien.
War jemals in dem Chor der weisen FrauenZur Maiennacht sie einmal nur zu schauen?
Laß ich sie mit dem Zauberfrosch gleich spielen, 5>)Wird nie sie doch der Frosche Krön' erzielen;
Den Stein des Naben, der unsichtbar macht,
Sie kennt ihn nicht; wie klein ist ihre Macht!
Nicht keilt sie in den Eichcnpfahl die Pest,
Sucht nicht die Springwurz durch des Spechtes Nest,Nicht kann sie Mörder, Lügner, Hehler, DiebMit scharfem Blick erkennen durch das Sieb.
Was kann sie dann? Kann sie Verlornes finden,
Kann sie den Räuber durch ein Sprüchlein binden.