Es ist derselbe, den am Arm du trägst,
And wenn du ihn zu jenem Ringe legst,
Kann selbst ich nicht die Ringe unterscheiden,
Doch ist die Form nur ähnlich in den beiden.
Den glüh'nden Ring nahm sie mit heiler HandUnd sprach zu mir: „Laß sehn, ob auch dies PfandDes ew'gen Glückes dir mit Recht gebührt,
Sonst ist er nur ein Ring wie andre auch;"
Ich griff nach ihm und warf ihn bös verbranntZur Erde fluchend hin; ein dichter RauchUmwölkte mich; da nahm sie meine HandUnd heilte sie mit einfachem Berühren,
Und sprach: „Dir will lein solcher Ring gebühren,Doch darf ich dir ihn wohl zur Zierde lassen."
Ich nahm den Ring, und ging, und mußt sie hassen.
W l a g a.
O, hätte früher ich den Ring gekannt!
Oft hielt ich ihn schon spielcnv in der Hand,
Libusscn hätte ich im Schlaf belauscht,
Und leicht des Glückes Ring ihr abgetauscht.
Doch sagt, kennt nicht Libussa diesen Ring?
Lap a ck.
Mein hohes Kind, ihr Kennen ist gering,
Sie liest nicht, schreibt nicht, wie sie selbst gestand,Zhr goldner Frosch hat mehr als sie Verstand;Verschlossen ist ihr die Vergangenheit,
Wie Andre tappt sie dunkel in der Zeit.
Zukunft so viel, als wohl ein GänsehiruVorn Wetter merkt, liest sie aus dem Gestirn,
Die andern Thiere sinden's im Geruch,
Wenn sich die Katze leckt, dann kommt Besuch.