Druckschrift 
6 (1852) Die Gruendung Prags
Entstehung
Seite
69
Einzelbild herunterladen
 

«s

Wird einst aus deines Schlosses Thoren hinausDer Kelch durch den Garten des Landes getragen,

Und die Liebe gibt dem Volk den Kelch zu trinken:

Aber der Hunger des Abgrunds verlegt ihr die Straße,

Und spendet Nacht den Blinden mit theuerem Maaße,

Und Viele werden trinkend zum Abgrund sinken.

Aber die Liebe des Volks auf dem reißenden WagenWird Tschernobvg mit dem theueren Maaße erschlagen.

Dann wird mit demselben Maaße ihm wieder gemessen,

Das theuere Maaß wird der Hunger des Abgrunds fressen,

Und mit mächtigem Stoß wird der reißende Wagen dringenGegen die Thore des Himmels, daß die Riegel zerspringen,

Und die Welt schaut im Lichte des Heiligthumcs

Den Kelch und die Liebe des Volks und den Kranz des Ruhmes!"

Also, und noch Vieles hat die Mutter gesprochen,

Aber es traf mich der Apfel, und der Traum war zerbrochen.

Kasch a.

Im Traume folgt ich dem Eber durch verwachsene Schluchten.Der verschwand, und es lockte eine schimmernde SchlangeMich tiefer zum Abgrund, und rings um mich fluchtenDie Felsen, die Wurzeln, die auf dem finsteren Gange,

Mich wälzend und windend zu verhindern suchten,

Aber ich kämpfte, getrieben von einem inneren Dränge,

Wie ein Taucher der Tiefe gegen die hebenden Wellen,

Und gelangte zum Abgrund, zu des Zornes Schwellen.

Da sah ich die Schlange hinunter dringenUnd hörte unten die Quäler, die finstern MächteDie alten Zornlieder des Fluches singen,

Und sah sie weben die lichtlosen Zaubergeflcchte,

Und die schimmernde Schlange hinein sich schlingen;

Da war diese ihr Meister, und sie waren Knechte.