Druckschrift 
6 (1852) Die Gruendung Prags
Entstehung
Seite
61
Einzelbild herunterladen
 

«1

Die Stürme Verstürmen, und auf thauigteu AuenLäßt sich Frau Lade, die liebliche, schauen;

Doch wie wär der eine, wo der andere nicht wäre,

Denn einer nur lebet, und dieser ist Alle,

Und daß ich Allen in Einem gefalle,

Gebe ich Allen in Einem nur Ehre,

Dem lebendigen Himmel, der Ewigkeit,

Dem Erdenumarmenden Vater, der Zeit!

L n s ch a.

Nicht das herrliche Gold, die unterirdische Sonne,

Der mächtige König, der in der Tiefe thront,

Nicht das adelige Silber, des Abgrunds Mond,

Reichen dem Menschen das Weh und die Wonne;

Nicht das lügende Kupfer, das Blei, der stumme, Planet,Nicht der rüstige Held, das hellklingende Erz,

Nicht das starrende Eisen, der kalte Komet,

Der mit dem Schweife zum Nordsterne dreht,

Erquicken und drücken das menschliche Herz.

Nicht der Jäger des Abgrunds, der grüne Smaragd,Fesselt die flüchtigen Thiere der Jagd,

Und nicht des Nubinenaugs feurige GlutStillet den schreienden Wunden das Blut.

Nicht ist es der Zaub'rer, der weise Demant,

Der die Gifte verräth und die Untreue bannt,

Und nicht der künstliche Stein in der Schlange Haupt, 2«)Der dem Feinde die Macht seines Schwerstes raubt.

Nicht der Alrun, der zasrichte Wurzelgötze,

Legt in die Truhen die schimmernden Schätze,

Nicht kann der Farr'nsamen, nach dem die Geister ringen.Das Glück und die Liebe den Sterblichen zwingen.

Weder des Safrans Feuer, noch der bittere WermuthNoch des gcwürzigen Thymians Demuth,