Zum Schwur die Rechte an des Bartes Haar,
Das kaum dem jungen Kinn entsproßet war,
Und schwur: „So wahr mir Lado geb ein Weib,
An Sinnen klar, gesund und rein an Leib,
Soll dir kein Beil den heil'gcn Baum verwunden."Er schwört, der Baum errauscht, sie ist verschwunden
L» sch o.
Selig an des Himmels GrenzenDer unschuldigen Helden Traum!
Blüthen aus der Götter KränzenFallen auf ihres Lagers Saum,
Und aus den Schatten, die sie bedecken,
Freundliche Mächte der EwigkeitHilfbegehrende Hände ausstreckenZu den vergänglichen Kindern der Zeit.
Libussa.
Schattig gedeckt ist die Waldnacht ein Haus,
Und die Erde ein Tisch mit erquickender Last,Gerüstet von Göttern, doch ein trunkener Gast,Stößt der Mensch die Wirthe undankbar hinaus,Und er zerschmettert, die Tempel erbauend,Thöricht die Wiegen der himmlischen Geister,
Die ihm gleich treuen Gespielen vertrauendBoten die Hände zum Bund mit dem Meister;So hat nicht Krokus, der fromme, gethan:
Denn als die Männer in irdischem WahnFällten die Haine, die Wohnung der Elfen,Schloß er, der heiligen Mutter zu helfen,Feierlich schwörend dem Himmel sich an!