Süll stand der Gott, in finstrem Ernst erhaben,
Sein Purpur und sein Haar den Blitz durchflaggend,Ließ sicher zügelnd er die Rosse traben,
Und brach mit glüher Schaar das Nachtfeld krachend,Und sieh, die Sterne, eine fromme Saat,
Sind aufgeblüht in seiner Furchen Pfad!
Wie glänzt Triglawa's Freund auf lichter Bahn,
Wie freundlich lacht der Mond Libussen an!
Lasch a.
Es sehnet sich die Erde Himmelwärts,
Der Frühling pocht in tausend Knospen an,
Schon sinkt der Himmel thauend an ihr Herz,
Es duftet bräutlich rings der Thymian,
Und träumend spiegelt seinen grünen SchauerIm klaren Fluß der Eichwald jung belaubt.
Du ernster Rosmarin! Du Freund der Trauer,
Hebst sinnend treu das immergrüne Haupt.
O keusch gesenkter Blick der Maienbraut!
Erblühnder Mund, wie redet ihr so laut!
Du unerschloßnes Herz, ich hör dich pochen,
Die Rose, die noch in dem Keime träumt,
Weiß nicht, ob sie nach wen'gen SonncnwochcnIm Rausche aller Wonnen überschäumt,
Weiß nicht, ob sie von Thau und Düften vollZum Lichte weinen oder lachen soll!
Schlank Lilicnkraut! bald wird in deinen KelchenDie nachtverirrte fromme Biene schwelgen.
Im Fackelscheine deut ich euch die Kräuter.
Der Himmclsschlüssel und die HimmelsleiterErheben schon ihr Haupt auf Tetka's Feld.
Mit Krokus, Baldrian, Heil aller Welt,
Seh ich das meinige auch Wohl bestellt.