46
Doch sich, Libussa, deines Gärtleins BodenLegt aus den Schatz von herrlichen Kleinoden.Den Ehrenhut verheißt die Jungfrau'nkrone,
Der Königszepter reicht den Zepter dir,
Und wie ein Gürtel deinem Frühlingsthrone,Sproßt rings des blauen Ritterspornes Zier.Zwar könnte mich bei allen diesen SchätzenDer wilde Mägdekrieg in Sorgen setzen,
Doch mahnt mich hier der kräft'ge Ackermann,Daß jenen ich auch Pflugsterz nennen kann.
So lacht das Glück, Libussa, dir im Garten!
Lid ii sta
Ihr Gütigen könnt kaum mein Heil erwarten,Der Himmel, Tetka, läßt mich durch dich grüßen,Dein Aug' der Götter leuchtend Werk belauscht,Die Erde eine Wolke dir zu FüßenMit ihren Wäldern, ihren Strömen rauscht.
Aus Gartenstcrnen deutet Kascha mir,
Die Erdvcrtraute, gut des Abgrunds Traum.
Den Gott verstehet, und verkündet ihr.
Zch breche uns an seines Mantels Saum,
Zn seiner Dreiheit eins, dies Kleeblatt mild,
Mit Thauesperlen ist es schön geschmückt.
Es sei der frommen Schwesterliebe Bild,
Das weinend zu geliebten Gräbern blickt.
Kein Heil kann uns, den Töchtern, fortan blühn,Als Einigkeit in dreifachem Bemühn.
Doch sieh, wie seltsam spielt das Glück mit mir,Dies Kleeblatt trägt der zarten Blattlein vier!
Lasch a.
Heil dir, es pflücken Götterfreunde nurDes Glückes Winke auf des Frühlings Spur!