Druckschrift 
2 (1837)
Entstehung
Seite
803
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auf einen Befehl (psre-nis) der weltlichen Richter vollstreckt.Allein nach Art. 44 des Edikts v. April 1695* **) ) sollte cs un-mittelbar, und ohne solche vorläufige Erlaubniß gcschehn.

Man konnte vermöge eines Urthcils der geistlichen Gerichteauch die unbeweglichen Güter eines Geistlichen mit Beschlag be-legen. Aber das ganze Verfahren dabei, die Erlassung der De,crcte zum Verkauf derselben u. s. f. mußte von den weltlichenGerichten ausgehn, indem den Geistlichen durchaus kein Er-kenntniß über dingliche oder gemischte Klagen zustand. DieAppellation gegen das Urtheil eines geistlichen Gerichts wardebenfalls nach den Vorschriften der orclon. 4. 1667 eingelegtund fortgeführt*). Die geistlichen Gerichte durften sich auchin der Appellations-Instanz der Ausdrücke ,„mettre I'sppel »unösnt, mettro I'sppellstion ou cs äont ost gppsl, ein nesnt"welche einzig den Parlamenten und höchsten Gerichtshöfen Vor-behalten waren, nicht bedienen, sondern sprachen einzig:„PSI- bien ou msl jugö." — Die sogenannte regnete eivilefand bei den geistlichen Gerichten eben sowohl als bei den welt-lichen Statt. — Es gab kein bestimmtes Tribunal, bei welchem

*) „1,68 sentenees er juxxemens susets ä sxöcution, et le»äeerets llvoernes psr les )UAS8 «l'blglise, seront exeeutesen vertu äe notre pre8onte orilonnsnee, ssns gu'il seitbesoin clo prenllre, pour evt elsiet, sueun psrestis äsno» sujze8, ni äs eeux äe8 8ei^neur8 g^snt justioe, l,enrsnsoiAnon8 äs äonner msin forte, et toute siäs et 8S-eours äont ils seront reguis, ssns prenclre sucune con-noi88snce äesäiks suZements." — Einige behaupteten in-dessen, daß dieser Artikel sich nur auf Urtheile in eigentlichgeistlichen Sachen beziehe. Herieourt Hl. XX. 126.

**) Nach dem canonischen Recht mußte der Appellant den Richtervon dessen Ausspruch er appellirte, bitten, ihm einen soge-nannten Entlassungsbrief (spütres, spostoli) zu geben, wo-durch die Sache an den höhern Richter verwiesen ward<Dsp. ciusmvis. LIement.). Dieses war sogar früher auchin die Praxis der weltlichen Gerichte übergegangcn, undward erst durch die Verordnung von Villers - Cottcrcts v.2. 1539 abgcschafft (Th. l. S. 336 *). In den letztenZeiten war es aber in Frankreich weder bei den weltlichennoch geistlichen Gerichten mehr üblich.

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