V o rred e.
Endlich sehe ich mich im Stande, dem Publikum denzweiten und letzten Theil dieser Schrift zu überreichen.Das Erscheinen desselben, welches gleich nach dem desersten erfolgen sollte, ist durch zwei Ursachen um einigeJahre verzögert worden ; wovon die erste (eine bedeutendeKrankheit, die der Verfasser sich größtentheils durch über-mäßige geistige Anstrengung zugczogen) für ihn eben sotraurig war, als die andere hoffentlich dem Leser ange-nehm und für den Werth der Schrift selbst beförderlichsenn wird. Nämlich kurze Zeit nach der Herausgabedes ersten Thcils ward die Masse meiner Hülfsmittelauf eine ganz unverhoffte Weise vermehrt. Da ich michdadurch in den Stand gesetzt sah, fast Alles aus denDuellen selbst zu schöpfen, so entschloß ich mich, diesenzweiten Theil, der schon völlig zum Druck bereit lag,einer ganz neuen Bearbeitung zu unterwerfen, mit ein-ziger Beibehaltung der schon früher gewählten und an-gekündigten Eintheilung und Ordnung der Abschnitte,woran ich Nichts zu ändern nöthig fand. Meine neuenHülfsmittel hier alle anzugeben würde zu umständlichseyn. Allein ganz insbesondere war mir bei Bearbei-tung dieses zweiten Theils ein fast uneingeschränkter Ge-brauch der „Oodoiiimiieo» de« liois ds Ii>uii66 de lntroiHüme ruco, reeueillie« pur oräre olironoIoAiyueeto.", die schon in der Vorrede zum ersten Theil (S. v*)erwähnt worden, verstecktet. Diese Wichtige Sammlung,auch unter dem Namen.Oichot^mirob« du Louvre be-kannt, eine der reichsten und''vollständigsten , deren sichein Volk rühmen kann, ist nun bis zum neunzehntenBand einschließlich*) vorgeschritten, und wird noch fortge-setzt. Ihr Werth wird durch die vortrefflichen historischenEinleitungen nnd Abhandlungen, die den verschiedenenBänden vorgesetzt sind, noch sehr erhöht. Sie enthält,wie schon der Titel ausweist, die Verordnungen in chro-nologischer Folge, wobei indessen viele, deren Besitz mansich bei Herausgabe der ersten Bande nicht verschaffen
*) Bis zur Regierung Ludwigs des eilften.