Druckschrift 
2 (1837)
Entstehung
Seite
214
Einzelbild herunterladen
 

214

ll'ch auf der Stelle ausbezahlt werde. Diese Darstellung ist,was die moralische Verpflichtung des Ausstellers des Wechsels b'betrifft, völlig erschöpfend. Daß auch der Trassat, wenn erden Wechsel acceptirt, so wie die Indossanten, zur Bezahlung Bdes Wechsels eben so streng verpflichtet sind, als der Ausstellerselbst, erklärt und rechtfertigt sich dadurch, daß sie sich frei- !willig an die Stelle desselben setzen. Allein diese mora- ^

lische Verpflichtung möchte ohne Mitwirkung von besonder!, äu- ^

ßeren Umständen doch noch nicht ausgereicht haben, dies strengeWechselrccht einzusühren. Die äußern Umstände, welche dieses Wbewirkten, waren aber nun folgende. Die Fremden, welche dieMessen bezogen, brachten um einzukaufen natürlich nur das M

Geld ihres Landes mit, wofür sie in Frankreich nicht einkaufen M

konnten. Eben so war den auswärtigen Verkäufern das für M

ihre.Maaren Ungelöste Französische Geld in ihrer Heimath nur sl«

von einem geringer,, Werthe. Um diesen Unbequemlichkeiten ab- y>

zuhelfcn waren die Wechsler, wovon wir schon gesprochen ha- §l

ben, bestellt. Dieselben hielten sich häufig auf den Messen auf, UI

oder hatten dort wenigstens ihre Factorcn. Eine sehr große »si

Menge dieser Wechsler hatte sich zu Paris niedergelassen, wosie nach einer Verordnung Philipps des Schonen vom Februar 84304*) ihr Gcschäftslocal auf der großen Brücke (xont sacliange) aufschlagen mußten. Viele fremde Kaufleute, welche ^

die Messen bezogen, sagt Villaret in seiner Geschichte von Frank-reich (tom. 14 x- 210), wandten sich an diese Wechsler vonParis, um von denselben gegen die von Haus mitgcbrachtenMünzen solche einzuwechseln, die an den Orten, nach welchendie Kauflcute sich begeben wollten, Cours hatten. Zuweilengaben sie diesen fremden Kauflentcn nur eine Anweisung aufden Wechsler einer andern Stadt (oder einen ihrer Factorcn)um von diesem den Werth ihrer Gelder zu erhalten. Diese

*) Orllon. ,om. I. ji. 426. srt. 1ssiuxi,n,,8 ooclinsiiäam)guoä Osmbium Uarisiense erit et tenedituo «»per nostrammgAiium Uontem soUimmoöo (noch jetztUont su ob-uigo"genannt), pgi-ts Oravie (pl -,06 cle Oeere), intei' eecle-sism kesti Ueoli'ökli et majoeem sreliam, sire cloüoetumij,8iu8 ponUz, pioat baetenuz «nte eoriuxtionem poiitisojesllem ^uonsiaw la^oäei extitit eonsuetum."