Druckschrift 
2 (1837)
Entstehung
Seite
215
Einzelbild herunterladen
 

Wechsler trieben ihr Geschäft nur mit Erlaubniß der Obrig-keit; da sie überdem nur nach geleisteter Bürgschaft angcstclltwurden, so hatte man zu allen von ihnen ausgestellten Schei-nen und Briefen ein großes Zutrauen. Die Juden und Lom-barden, auf jede Art von Gewinn aufmerksam, drängten sichnun auch bald in dieses Geschäft. Sie verbanden sich unter-einander und bildeten in dem ganzen Lande gleichsam nur EineFamilie u. s. f. So weit Villaret. Aus dem Gesagten er-gibt sich von selbst, warum bei allen solchen Wcchselschulden dieschleunigste Vollstreckung'und das Zwangsmittel der persönlichenVerhaftung Statt fand, indem dieses bei allen aus Meßge-schaften entstandenen Verbindlichkeiten der Fall war. DasselbeVerfahren ward nun später auch auf alle außer der Meßzeitgezogenen Wechsel ausgedehnt, theils wegen der großen Be-quemlichkeit, die dadurch für den Handel entstand, theils auchwegen der Eigenthümlichkeit des Wcchsclgeschäfts, welches, wieman damals weit deutlicher Ansehen mußte, nichts mit einemDarlehn gemein hat, sondern vielmehr als eine Einwechselungvon Geld gegen Geld anzusehn ist. Die älteren Verordnungender Könige sprechen indessen gar nicht bestimmt von eigentlichenWechselbriefen. Die älteste Verordnung, worin derselben be-stimmt erwähnt wird, ist die Ludwigs des Ilten vom März1462*), worin er der Stadt Lyon ihre Messen von neuem bc-

*) (Oi'äon. 4u Rouvs. tom. XV. p. 644).Rour 06 guv 651loil'68, >68 INgrellsNllZ ont ScS0U8tllINS U5SN 4e e)>ang68,gri'isre-eIisnZS8 6t 1ntsre8t2 voulon8 et oetrovon8, 1 U 64unsnt Ie8(lict68 koii-68, tout68 ASN8 4s guelqus 68tst, Na-tion ou eoa4ition ^u'il? 8visnt, pui88snt kgillsr, pren4eset rem68trs leur srgont s,sr /ect/'ss cks c/ratrAe, eir quel-1»s ^s^8 <^ue es 8oit, touellsnt Is Isist cls msieben4i8Svxce^ ls 4iets nstion 4 Vngletsni'S ^ourveu q^ue I ge-lest ginA rsmi8, es quelque xsv8 ^ue es 8oit, ns pouinav8t^s ieml8, ne en vornytsnt L8tie porte 4irsotement ouin4irsetvment ä Roms, pour c^uel^us csu8e ou oees8ion,gus so 8oit; car sin8i I'aron8 nourellement or4onns pannor 8tstutx et e84ict2." Vrt. 88i psr osss8ion 4'au-cuns8 Isetrs8 toucbsnt Is84iete8 o8clisngo8 Imetes S84io-tS8 koirS8 poun paven et ren4i s grient sutrs ^srt, ou4v8 Isetie8 gui 8eront 1'aiot68 silleur8 pou rsn4rs si-gsnt S84ictS8 1oiro8 4e R)on, Isc^usl srgvnt ne ssroit