langen nicht ohne Einfluß auf die Nachkommenschaft bliebenund schon HippocrakeS und Aristoteles deren beobachtet zuhaben scheinen. Man hat ziemlich verbürgte, unter andernvon Förster beschriebene Falle, wo abgestutzte Ohren undSchwänze bei Hunden, Katzen und Pferden theilweise fort-erbten, und Blumenbach gedenkt eines Offiziers, dessen klei-ner Finger an der rechten Hand in der Fügend zerhauen^ und krumm geheilt war; alle seine Kinder brachten den klei-nen Finger krumm stehend ans die Welt.' Zn Bezug aufdas Beschnittensein der Inden erzählte ebenfalls Blumenbach,daß die Zudenkinder oft mit einer sehr kurzen Vorhaut ge-boren werden.
Treffliche und keineswegs schwindelnden Hypothesen huldi-gende Naturforscher, wie z. V. Nitzsch, nahmen an, daß durchsolche sortgepflanzte Monstrositäten vielleicht manche Arten inder Thierwelt entstanden seien, namentlich wenn Clima undLebensart mit beitrug. Vielleicht war dieß beim Kreuzschnabel' der Fall.
Uebersicht dieser Untersuchungen, welche be-' weisen, daß die Varietäten des Menschen-geschlechts nur Abweichungen einer Stamm-art sind.
Wenn wir alles in den vorigen Abschnitten Angeführ-te ruhig überschauen, so muß es uns immer überzeugenderwerden, daß die Ansicht, als seien die Menschen und Völ-ker von verschiedenen Paaren entsprungen, gar nichts fürsich hat. Die zahlreichen und ganz unmcrklichen, allmähligcnUebergänge der Nacen und Stämme machen es gar zu deut-lich, daß es ein Stammpaar war, von welchem alle Men-schen entsprossen. Wir haben gesehen, daß die Varietätendes Menschengeschlechts nicht stärker von einander abweichen,als die derjenigen Thiere, deren Stammracc unö bekannt ist.Für die Entstehung ans einem Punkte spricht auch, daß sichalle Menschen wechselseitig fruchtbar vermischen können.Auch haben alle Nationen die wesentlichen anatomischen und