Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
172
Einzelbild herunterladen
 

172

der Südostküste von Afrika eine Kolonie von nordasiatischenVölkern seien, mit denen sie allerdings einige Verwandtschaftim. Ban zeigen. Schwerlich kann man aber, wenigstensmit den Hülfsmitteln, welche wir bis jetzt besitzen, etwas be-stimmtes darüber ansmitteln und der eigentliche Ursprung derKaffern, ist uns, wie der so vieler Völker, deren Verbreitungin die älteste Zeit fällt, völlig unbekannt.

So finden wir also in dem in jeder Hinsicht so merkwür-digen Afrika Völker der verschiedenste Nace. Die dunkelge-färbten Bewohner des nördlichen Afrika haben fast durchge-hends europäische Bildung; tiefer im Innern und an derWestküste haben wir die eigentlichen Negervölkcr kennen ler-nen, unter denen aber Nationen wohnen, welche die Bildungder Europäer mit denen der Neger verschmolzen zeigen; imSüden von Afrika endlich treten Züge auf, welche an dieFormen der Völker Asiens von mongolischer Nace erinnernund wir sehen also auch hier, daß eine Grundbildung durchdie entferntesten Völker geht; hier stehen einige Züge hervor-gehoben, welche dort verwischt sind; überall findet man An-deutungen einer wechselseitigen, ursprünglichen Verwandtschaft.

L. Die Völker Der neuen SMelt.

rr) Amerikaner.

Von der Behringssiraße bis zum Cap Horn wohnen Völ-ker, welche in eine Menge Zweige zerfallen, die aber durchein gemeinsames Band des physischen Baues und der Spra-che wechselseitig verbunden werden.

Man hat lauge behauptet, daß die Bewohner von > ganzAmerica sich auf eine erstaunliche Art einander gleichen. Aberschon Molina und spater Humboldt sagten, daß man dieAnalogie der Formen in der amerikanischen Nace sehr über-trieben habe. Der letztere sagt: »Der Europäer ist bei sei-nem Urtheil über die große Aehnlichkeit der Nacen mit

/