Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
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ii. Die W iluv talep octze.

Geschichte der Sündfluth.

Daß eine große und mächtige Fluch über die ganze Erdegegangen, und die höchsten Spitzen der Berge bedeckte, isteine Thatsache, welche so zahlreiche Spuren auf der Erdober-fläche zurückgelassen hat, daß wir schon jetzt, wo doch nur einkleiner Theil des festen Bodens genauer untersucht ist, einziemlzch deutliches Bild ihrer gewaltigen Wirkungen haben.Ein englischer Naturforscher, Buckland, hat in einem eigenenWerke, das relig»iao ckilu-viauaiz betitelt ist, die großartigenSpkren jenes mächtigen Ereignisses, welches »alles begrub,was den Odem im Trocknen hatte,« verfolgt und trefflich zu-sammcngestellt, nachdem schon Cuvier eine Menge Thatsachcngeliefert hatte. Seit den letzten Zähren haben es sich vieleGebirgssorscher angelegen sein lassen, diese Beobachtungen zuvervielfältigen. Es ist eine schöne 'Frucht der Wissenschaft,durch mühsame Forschung, durch aufmerksame Beachtung desKleinen und scheinbar Unbedeutenden, wie durch Vergleichungund durch Festhalten des Allgemeinen, die ordnungslos zer-streuten Denkmäler einer längst verklungenen Zeit zu einemwohlgeordneten Ganzen vereinigt zu haben; so daß wir dasGemälde einer Geschichte der Dlluvialzcit mit mehr Klarheitund Sicherheit der Mitwelt vor Augen stellen können, alsvon irgend einer Epoche der ältesten Welt und Menschen-geschichte. Wohl mag es der Folgezeit aufbehalten sein, dieLücken auözufüllcn, welche die Gegenwart zurückläßt, wo nochganze Continente, oder wenigstens die nähere Kenntniß ihrernatürlichen Verhältnisse mit einem dunkeln Schleier verhülltsind. Der Boden eines großen Theils von Europa, einenicht unbeträchtliche Strecke von Asien und Amerika ist durch-wühlt, und zahlreich gefundene Ueberbleibsel haben uns eineziemlich genaue Kenntniß der Thierwclt verschafft, welche jeneTheile der Erde vor der großen Fluth bewohnte.

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