in. Wie geschichtliche Seit.
Die Veränderungen der Erdoberfläche nachder Fluth.
Eine Reihe von dunklen Geschichten sagt uns, daß langenach der Fluth, aber noch ehe der Gang der Weltbegeben-heitcn uns verzeichnet wurde, die Erdoberfläche manche Stö-,rungen und Veränderungen erlitt, welche aber nie sehr allge-mein waren und nur einzelne Landstriche betrafen. Ost fin-det eine fleißige und besonnene Betrachtung der physischenBeschaffenheiten von Gegenden, an welche das graue Alter-thum solche Sagen knüpft, Bestätigung derselben, und man-che können bis zu einem großen Grad von Wahrscheinlichkeitgebracht werden.
Ilm das westliche Asien, um das caspische und schwarzeMeer bis an die Küsten des Mittelmeerbodenö, daS die Sagean den Säulen des Herkules, der Meerenge von Gibraltar,vom strömenden Ozean durchbrechen läßt, drängen sich seitden ältesten Zeiten die Ueberliefernngen der Völker zusammen.
Die ältesten Traditionen, welche v. Hoff so trefflich zu-sammengestellt hat, erzählen, daß das schwarze Meer, diemäotische See und daö caspische Meer zusammen ein ein-ziges Binnenmeer ausmachten, welches dem mittelländischenan Größe kaum etwas nachgab; daß einst Asien und Europaam thracischen Bosporus oder an der Meerenge von Byzanzdurch Land verbunden gewesen und daß die schmale Land-strecke spater durchbrochen worden sei, wo dann schwarzes undMittclmeer in Verbindung traten.
Viele natur-geschichtliche Thatsachen bestätigen die altenUeberlieferungcn. Das caspische Meer muß in der Vorzeiteinen weit größeren Umfang gehabt haben als setzt; däfürsprechen die Aussagen der Alten, welche jene Gegenden fastbesser kannten, als wir; Herodot gab demselben eine Größe,welche-den heutigen Mcereöstand bei Weitem übertrifft. Den
6 *