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Zweiter Abschnitt.
Die NnLwickelmrWgescliichte desMensehengecAechLS.
Nachdem wir die verschiedenen Veränderungen der Erd-oberfläche kennen gelernt haben, welche einen Theil der Ge-schichte der Erde ausmachen, wird es uns leichter sein, deinMenschengeschlechts in seiner Verbreitung durch Zeit undRaum zu folgen. Wir haben jetzt den festen Boden gewon-nen, auf welchem der Mensch in seiner mannigfachen geschicht-lichen Entwickelung fußt. Ein Theil jener Veränderungenhaben ihn erreicht und sind von beträchtlichem Einfluß aufihn gewesen, und wenn wir auch aus den vorgehenden Unter-suchungen für die älteste Mcnschengeschichte mehr nur nega-tive Resultate erhalten, so sind dieselben nicht weniger be-stimmt und beweisend, obwohl sie den Ansichten vieler Ge-schichtsforscher widersprechen. Aber da, wo die eigentliche Hi-storie schweigt, ersetzt eben die Naturforschung ihre Stelleund bietet -Quellen in reicher Menge dar, welche da erst be-ginnen, wo jene aufhört.
Von den ältesten Spuren des Menschenge-schlechts und den sogenannten fossilen Men-sch e n k n o ch e n.
Man hat von Menschen vor der Fluth keine Neste. Sooft man auch fossile Menschenknochen im Diluvium aufge-fundcn haben wollte, so haben spätere Untersuchungen, mithinreichender Genauigkeit und Umsicht angestcllt, immer wie-der gezeigt, daß es ein Irrthum war. In den Schriftenälterer Naturforscher findet man sehr häufig Knochen vonNiesen erwähnt, welche ans der Erde gegraben worden undversteinert gewesen sein sollten; die Alten hatten aber keine